Zuckerrüben-Anbau gewinnt in der Region Steyr an Bedeutung
REGION STEYR. Das warme Oktoberwetter hatte auf die Landwirtschaft durchaus positive Auswirkungen.

„Das warme Wetter der letzten Wochen hat den Feuchtigkeitsgehalt bei Mais rasch sinken lassen und bietet gute Bedingungen für die Ernte. Außerdem kann die darauffolgende Weizenaussaat dadurch gut erfolgen“, erklärt Karl Postlmayr, BBK-Betriebsberater für den Ackerbau und selbst Landwirt in Waldneukirchen. Der sogenannte Winterweizen wird direkt im Anschluss an die Maisernte angebaut. Bereits vor dem Winter treibt der Weizen wieder aus, geerntet wird dieser dann Ende Juni/ Anfang Juli im nächsten Jahr.
Durchschnittserträge
Generell hatte das Jahr 2022 eine gute Niederschlagsverteilung, wobei es regional durch Unwetterereignisse zu Hagelschäden von bis zu 50 Prozent gekommen ist. „Im Getreidebereich kann man in unserer Region maximal Durchschnittserträge beobachten“, sagt Postlmayr. Bei Mais und Soja kam es heuer zu einer späteren Aussaat, weil diese eine höhere Bodentemperatur brauchen. Insgesamt führten die guten Wachstumsbedingungen hier letztlich zu guten bis sehr guten Erträgen. Demgegenüber wieder führte im September das nasse Wetter dazu, dass hohe Trocknungskosten bei der Sojabohne entstanden. Die Trocknung verhindert die Entstehung von Pilzen und verhindert ein Auskeimen bei Lagerung.
Eine Renaissance
Interessant für die Region ist die Renaissance des Zuckerrübenanbaus. Durch den Klimawandel wird es in unseren Breiten tendenziell wärmer und trockener und weil auch die Kontingentierung abgeschafft wurde, dringt der Zuckerrübenanbau weiter in Grenzlagen hin zu den Alpen vor. Das zeigt auch die Statistik der Zuckerrüben-Anbauflächen in Steyr-Land. Diese stieg von 1.002 Hektar (166 Betriebe) im Jahr 2020 auf 1.246 Hektar (186 Betriebe) im heurigen Jahr.


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