STEYR. Bundeskanzler Karl Nehammer besuchte am Dienstag das BMW-Werk in Steyr. Dort wird rund eine Milliarde Euro in das Thema E-Antriebe investiert.

4.500 Mitarbeiter sind bei BMW in Steyr beschäftigt und produzieren derzeit Benzin- und Dieselmotoren. Der Mitarbeiterstand soll auch künftig gehalten werden, dafür ist es nötig, das Thema E-Antriebe massiv zu forcieren.
Im Juni 2022 wurde der Grundstein zu einem Ausbau in großem Stil gelegt, die Bauarbeiten für neue Hallen schreiten zügig voran. Außerdem werden neue Maschinen und Anlagen gekauft.
Davon konnten sich am Dienstag Bundeskanzler Karl Nehammer und Landeshauptmann Thomas Stelzer bei einem Betriebsbesuch unter großem Medieninteresse überzeugen.
Im Jahr 2030 soll bei BMW in Steyr jeder zweite Mitarbeiter im Bereich der Elektro-Antrieb tätig sein, die Produktion startet im Jahr 2025.
Nicht E-Antriebe alleine
Bundekanzler Nehammer betonte einmal mehr, dass man sich in Europa nicht ausschließlich auf die E-Mobilität konzentrieren sollte. „Es darf keine Denkverbote geben, man muss innovativ und offen bleiben. Wir dürfen uns nicht in neue Abhängigkeiten begeben.“
Der Steyrer Werksleiter Klaus von Moltke erklärte, dass man für neue Technologien, wie zum Beispiel die Wasserstoff-Brennstoffzelle, offen ist. Diese wird in der BMW Group intensiv erprobt. „Das Werk Steyr nimmt vor allem durch Entwicklung und Produktion an einem Standort und die langjährige Antriebs-Expertise eine Vorreiterrolle für die aktuelle Transformation in der Antriebswelt ein“, so von Moltke.
Für Landeshauptmann Thomas Stelzer ist Oberösterreich auf der Überholspur. Der Automotive-Bereich spiele dabei eine große Rolle. „Die Mobilität der Zukunft stellt uns vor viele Herausforderungen, den wir uns technologieoffen stellen wollen. Verbote alleine werden uns auch beim Klimaschutz nicht weiterbringen.“


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