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Kattnigg zu Stadtbetriebe Steyr-Jahresabschluss 2022: "Millionengewinn widerspricht gerechter Sofortmaßnahme durch Gaspreisreduktionen"

Olivia Lentschig, 26.06.2023 07:11

STEYR. Die Stadtbetriebe Steyr (SBS) erwirtschafteten im Jahr 2022 einen Millionengewinn (Gewinn vor Steuern) statt eines in der Planungsvorschau prognostizierten Jahresverlustes von über einer halben Million Euro.

Stadträtin Evelyn Kattnigg (Foto: FPÖ)
Stadträtin Evelyn Kattnigg (Foto: FPÖ)

„Maßgeblich für das Jahresabschlussergebnis 2022 waren auch die Umsatzerlöse beim Gashandel. Die Standard-Gaspreistarife wollten die AR-Mitglieder mit Ausnahme der zwei freiheitlichen Aufsichtsräte im Vorfeld nicht senken“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreterin Stadträtin Evelyn Kattnigg, „Wir haben das bereits im Herbst 2022 gefordert. Die Begründung lag in der Unsicherheit bei der Gaspreisentwicklung durch den Ukrainekrieg und dem bis Anfang Juni 2023 neu zu verhandelnden Gasbezugsrahmenvertrages der SBS für die Periode 2023 bis 2026.“

Seitens der FPÖ-Aufsichtsräte wurde immer wieder eine deutliche Reduktion des Gaspreises für Standardkunden eingefordert. „Unsere Vorschläge wurden viel zu spät und zu wenig konsequent verfolgt und werden jetzt als eigene Idee mit einem Bruchteil des Nutzens für die Steyrer Bevölkerung von den Genossen als Erfolg verkauft. Dass ein erwirtschafteter Überschuss aus dem Gashandel von 800.000 Euro im 1. Quartal Jahr 2023 zustande kam und an die Standardkunden zur Ausschüttung kommt, dafür mussten die Standardgaskunden der SBS im Vorfeld tief in den Geldbeutel greifen. Ein unverständliches Vorgehen in einer Zeit, wo hohe Lebenshaltungskosten und Strompreise sowie Mietpreiserhöhungen die Steyrer Bürger ohnehin schon ausreichend belasten.“ kritisiert die Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreterin.

„In einer weiteren Sonderaufsichtsratssitzung am 27.04.2023 hat man sich endlich zum Garant-Tarifmodell mit Jahrespreisfixierung durchgerungen. Ist das eingekaufte Kontingent für dieses Tarifmodell ausgeschöpft, muss der Tarif neu berechnet werden“, erklärt Kattnigg weiter.

„Alles in allem zeigt der Jahresabschluss 2022 der SBS Steyr einen deutlichen Gewinn. Aber es bleibt der bittere Beigeschmack, dass sich die Steyrer Bürger eine Gaspreispreisreduktion wesentlich früher verdient hätten. Statt die Bürger zu unterstützen, wurde der Preis im letzten Quartal 2022 hochkalkuliert, was auch enorm hohe Nachzahlungen im Frühjahr 2023 zufolge hatte“ schließt Aufsichtsratsmitglied David König.


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