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Lungenabteilung am Klinikum Steyr im Notbetrieb: stationäre Patienten werden nach Linz verlegt

Anna Fessler, 17.08.2023 15:53

STEYR/LINZ. Die Lungenabteilung im Klinikum Steyr kann für zwei Wochen – bis zum 28. August – nur im Notbetrieb laufen. Hintergrund ist der Mangel an Fachärzten. Akutpatienten werden in Steyr versorgt, stationäre Patienten werden ins Kepler-Uni-Klinikum (KUK) Linz verlegt.

Temporärer Notbetrieb auf der Lungenabteilung im Klinikum Steyr: stationäre Patienten werden ins Kepler-Uniklinikum Linz verlegt. (Foto: upixa/stock.adobe.com)

Die Oberösterreichische Gesundheitsholding bestätigte auf Nachfrage einen entsprechenden Bericht der „Kronenzeitung“.

FPÖ: „Kann keine Dauerlösung sein“

Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml meint dazu: „Auch im KUK herrscht in der zweiten Augusthälfte Urlaubsbetrieb. Bereits jetzt sind über zehn Prozent der Betten im Universitätsklinikum aus Personalmangel gesperrt. Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass die Steyrer Patienten weiterhin betreut werden müssen. Das kann aber keine Dauerlösung sein.“ Er fordert eine bessere Patientenlenkung, da die Spitäler zunehmend die Aufgaben des niedergelassenen Bereichs erfüllen würden.

Die Oberösterreichische Gesundheitsholding sagt dazu, die Lösung sei selbstverständlich in Absprache mit dem KUK erfolgt, daher sei davon auszugehen, dass diese auch die notwendigen Kapazitäten hätten.

SPÖ: „Alarmzeichen, die sofortiges Handeln erfordern“

Die SPÖ Oberösterreich sieht den Notbetrieb des Klinikums Steyr als Symptom für ein Versagen der Landes- und Bundesregierung. „Die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich ist seit geraumer Zeit krank – nun wird es chronisch. Der anhaltende Personalmangel führt nicht nur zu schwerwiegenden Problemen für Patienten, sondern verdeutlicht auch die dringende Notwendigkeit, grundlegende Veränderungen herbeizuführen.“, so Landesrat Michael Lindner, und weiter: „Die wiederkehrenden Hilferufe des Gesundheitspersonals und der Patienten müssen als Alarmzeichen verstanden werden, die sofortiges Handeln erfordern.“

Die Landes-SPÖ habe dazu Lösungsansätze formuliert, etwa die Einführung eines verbindlichen Personalschlüssels bis hin zu einer Verbesserung der Zuschläge für Teilzeitkräfte.


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