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Unklare Rechtslage zu Vollspaltenböden verunsichert Schweinbauern in der Region Steyr

Robert Hofer, 15.01.2025 09:42

KLEINRAMING. Schon traditionell eröffnete der Bezirk Steyr die Tour von Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger und Direktor Karl Dietachmair mit einem Neujahrsempfang. 

  1 / 4   Von links: Franz Waldenberger, Ursula Forstner, Gabriele Hebesberger, Sandra Huber, Sophie Bleimschein, Maria Stögbauer, Maria Seyerlehner, Regina Aspalter und Karl Dietachmair (Foto: BBK KI SE)

Bezirksbauernkammerobfrau Regina Aspalter konnte rund 70 Gäste in der landwirtschaftlichen Fachschule Kleinraming begrüßen. Vor Beginn der agrarpolitischen Diskussion erhielten drei innovative Betriebsführerinnen aus der Region die Gelegenheit, ihre Visionen und Betriebe vorzustellen.

Maria Stögbauer aus Dietach (Obstbau-  und  Obstverarbeitungsmeisterin), Maria Seyerlehner aus Maria Neustift (Urlaub am Bauernhof) und Sophie Bleimschein aus Kematen/Krems (Innovation und Direktvermarktung) erzählten von ihrem Weg der Weiterbildung als Schlüssel zum betrieblichen Erfolg.

Kammerdirektor Karl Dietachmair hob die Erfolge des vergangenen Jahres hervor, darunter die Erhöhung der ÖPUL-Prämien um acht Prozent und zusätzliche inhaltliche und finanzielle Anpassungen ab 2025. Trotz der hohen Produktionsintensität in Oberösterreich liegt die ÖPUL-Teilnahmequote mit 85 Prozent über dem Bundesschnitt, ein Zeichen für die hohe Umweltorientierung der Bauern.

Kritik an Mercosur

Für Präsident Franz Waldenberger war die Schaffung einer praxistauglichen Lösung für die Ammoniak-Reduktionsverordnung einer der herausragendsten Erfolge des vergangenen Agrarjahres. Dies verdeutlicht aus seiner Sicht, dass engagierte Kammerarbeit wirkungsvolle Veränderungen erzielen kann.

Kritisch äußerte sich die Kammerführung zum Mercosur-Akommem mit Staaten aus Südamerika. Freihandel sei nur akzeptabel, wenn gleiche Bedingungen und Produktionsstandards gelten und die Interessen der Landwirtschaft gewahrt werden.  

Hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung des AMA-Gütesiegels als Herkunfts- und Qualitätssiegel. Was sich im Fleisch- und Milchbereich bestens bewährt hat, soll nun auch verstärkt bei Ackerkulturen wie Getreide für Preiszuschläge und mehr Transparenz sorgen.

Den Betrieben in der Region bereitet vor allem die unklare Rechtslage zu Vollspaltenböden in der Schweinehaltung Sorgen. Laut Waldenberger ist es oberstes Ziel, bei Koalitionsverhandlungen rasch Planungssicherheit zu erreichen.

 


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