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Steyrer AK-Mitarbeiter verhalfen Mitgliedern zu 15 Millionen Euro

Robert Hofer, 12.03.2026 12:24

STEYR. 39.500 Mitglieder hat die Arbeiterkammer (AK) in Steyr und Steyr-Land. 6.697 Mal wurde die Bezirksstelle im Vorjahr kontaktiert.

Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger (links) mit Oberösterreichs AK-Chef Andreas Stangl bei der Pressekonferenz am Donnerstag. (Foto: AK OÖ/Wolfgang Spitzbart)

Das passierte 4.017 Mal telefonisch, 2.211 Mal persönlich und in 469 Fällen per E-Mail. Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen reicht eine Beratung nicht aus. Die AK muss dann bei denArbeitgebern intervenieren. Außergerichtlich hat die AK Steyr 442.000 Euro an vorenthaltenem Entgelt im Jahr 2025 hereingebracht.

Manche Arbeitgeber lassen es aber auf einen Streit vor Gericht ankommen, dort erkämpfte die AK Steyr im vergangenen Jahr für ihre Mitglieder 524.000 Euro. Insgesamt sind das 966.000 Euro.

Häufig betroffenr Branchen sind Metall, Handel, Reinigung und Gastronomie. Von den 234 Arbeitsrechtsfällen stammen 167 und somit 71 Prozent aus Unternehmen ohne Betriebsrat.  Hauptsächliche Gründe waren Probleme mit dem Entgelt (138), Endabrechnungsdifferenzen (28) sowie unbegründete Entlassungen (21). 

Pension und Pflegegeld

Um deutlich höhere Beträge ging es in 204 Sozialrechtsangelegenheiten, die immer eine gerichtliche Auseinandersetzung zur Folge haben. Es ging vorwiegend um Pension und Pflegegeld, dabei wurden 8,85 Millionen Euro erstritten. Zusätzlich wurden 2025 für 328 Arbeitnehmer aus 26 insolventen Betrieben in Steyr und Steyr-Land 5,75 Millionen Euro durchgesetzt. 

Insgesamt konnte die AK damit Zahlungen von 15,57 Millionen Euro für ihre Mitglieder im Jahr 2025 erreichen. „Wir machen dabei keinen Unterschied, ob es sich um große oder kleiner Beträge handelt“, sagt Steyrs AK-Chef Gerhard Klinger, der mit drei Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle die diversen Fälle abarbeitet.

Der kleinste Betrag waren 87,50 Euro für einen Mann, dem der Lohn für einen Arbeitstag nicht ausgezahlt wurde.


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