„Spagat zwischen Zerstören und Bewahren“
STEYR. Jörg Veigel kaufte eine Bauruine im Wehrgraben. Dass es wirtschaftlich kein „Super-Deal“ wird, war ihm von Anfang an bewusst.

„Den Return on Investment werde ich selbst nicht mehr erleben. Trotzdem kann so eine Investition Sinn machen, für mich und für die Stadt“, sagt Veigel über die Zeugstätte III im Wehrgraben, die letzte Woche eröffnet wurde. „Bauen in der Altstadt ist ein Spagat zwischen Zerstören und Bewahren. Einerseits sind Veränderung und Erneuerung für zeitgemäße Nutzung notwendig, sonst stirbt die Stadt. Andererseits müssen sich Gebäude ins vorgegebene Umfeld einfügen.“
Langer Weg
Zum Projekt-Start vor fünf Jahren musste das alte Gebäude aufgrund eines behördlichen Abbruchbescheides abgerissen werden. Den ausgeschriebenen Architekten-Wettbewerb gewann Julia Krendl. Nach ihren Plänen wurde ab Februar 2025 der langgestreckte Baukörper errichtet. Oben sind offene Büroräume im Holzbau entstanden, unten lädt das Gastro-Lokal „Rumi“ zum Verweilen ein. Um dessen Gestaltung kümmerte sich das Lucy.D Designstudio von Barbara Ambrosz und Karin Santorso.








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