Warum der Hitzesommer bei einem Obstbauer in Schiedlberg nicht zuschlug
SCHIEDLBERG. Trotz Hitze und Dürre im Sommer fiel die Apfelernte bei Andreas König in Schiedlberg üppig aus.

Vor zwölf Jahren pflanzte Andreas König in Hilbern auf zwei Hektar einen großen Obstsortengarten an. „Mit dem Fokus auf ein naturnahes, selbstregulierendes Ökosystem mit einer sehr hohen Biodiversität“, erklärt der Obstbauer.
Das mache sich jetzt bezahlt. „Viele Apfelbäume litten in diesem Jahr unter der enormen Hitze und Trockenheit. Nicht so bei mir, meine Bäume trugen in etwa die zehnfache Menge Äpfel wie im Vorjahr und dies in einer deutlich besseren Qualität wie in den Vorjahren“, sagt König.
Alter Gewölbe-Erdkeller
Mitte Oktober lagerten bereits über 2.000 Kilo Äpfel von über 50 verschiedener Sorten in seinem alten Gewölbe-Erdkeller, welche jetzt auf Abnehmer warten. „Im Keller ist es durch gezieltes Lüften in den kalten Nächten auf ganz natürliche Art und Weise kühl temperiert – ohne Klimaanlage. Dank der hohen Luftfeuchtigkeit bei dieser Lagerung halten hier viele Apfelsorten bis in den Frühling“, so der Obstbauer.
Da er seine Bäume nur auf stark- oder mittelstarkwachsende Veredelungsunterlagen pflanzt, können sich diese das Wasser von tiefen Bodenschichten holen. In den meisten Obstplantagen würden dagegen beinahe ausschließlich Bäume auf schwachwüchsiger Unterlage, die auf Bewässerung angewiesen sind, stehen. „Und nach der Ernte kommt das Obst ins künstlich gekühlte Lager. Nachhaltigkeit sieht in Zeiten wie diesen anders aus“, betont König.








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