Ausbau bei Wasserkraftwerken an der Traun

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 09.07.2019 17:46 Uhr

BEZIRK GMUNDEN/OÖ. Mit der Zusammenarbeit mit der Energie AG will das Land OÖ nun die Nutzung erneuerbarer Energie weiter ausbauen. Unter anderem mit Kraftwerkserneuerungen an der Traun.

Mit dem Beschluss der Energiestrategie „Energie-Leitregion OÖ 2050“ im Jahr 2017 hat sich Oberösterreich zum Ziel gesetzt, sich zu einer internationalen EnergieLeitregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energietechnologien zu entwickeln. Ein wesentliche Partner des Landes OÖ bei einer Investitions-Offensive im Bereich der erneuerbaren Enerrgie sind die Energietechnologie-Unternehmen mit Sitz in Oberösterreich, wie zum Beispiel die Energie AG. Diese forciert nun den Ausbau von Wasserkraft. „Wir haben schon einen Ausbaugrad von 95 Prozent“, so Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker. Damit ist Oberösterreich Spitzenreiter unter den Bundesländern. Dennoch gibt es noch Potential. „Wir nehmen ein altes Kraftwerk, erneuern es und verdreifachen die Leistung“, beschreibt Steinecker anhand des Projektes Kraftwerk Dürnau. Auch beim Kraftwerk Traunfall will die Energie AG investieren.

Ausbau bei Traunfällen

Im Jahr 2017 hat die Energie AG Oberösterreich fünf Wasserkraftwerke an der Traun von der UPM-Kymmene Austria GmbH in Steyermühl gekauft. Um das Potential dieses Traunabschnitts optimal zu nutzen, wird die Zusammenlegung der Kraftwerke Gschröff, Siebenbrunn und Traunfall angestrebt.

Produzieren die drei Kraftwerke derzeit rund 70 Millionen kWh, könnten es mit der Zusammenlegung 116 kWh werden. Mit dieser Steigerung könnten insgesamt rund 33.000 Haushalte im Jahr mit Strom Versorgt werden. Das entspricht der Hälfte der Haushalte von Linz oder dem Bezirk Gmunden.

Derzeit wird ein Vorprojekt erarbeitet und die Projektidee wurde bereits den anliegenden Gemeinden vorgestellt. Gespräche mit den betreffenden Bürgermeistern sind im Gange, so Steinecker.

Kraftwerksneubau in Bad Goisern

In der Gemeinde Bad Goisern liegen sogar Pläne für einen „Kraftwerksneubau Weißenbach“ auf dem Tisch. „Es wird zum einen eine Wildbachverbau, zum anderen die Wasserkraft genützt“, so Steinecker. Denn: Mit dem Projekt „Kraftwerksneubau Weißenbach“ biete sich die besondere Möglichkeit, die Verbesserung des Hochwasserschutzes mit sauberer Stromerzeugung aus Wasserkraft zu kombinieren.

Zudem würde damit eine deutliche Leistungssteigerung am betroffenen Flußabschnitt erreicht, das bestehende Kleinkraftwerk Lauffen dabei stillgelegt. Das Kraftwerk Lauffen erzeugt 0,75 Millionen kWh pro Jahr - der Jahresstrombedarf von 214 Haushalten. Das mögliche Kraftwerk Weißenbach könnte 15-16 Millionen kWh pro Jahr erzeugen und damit den Jahresstrombedarf von 4.500 Haushalten decken. Das bedeutet eine circa 20 Mal höhere Jahreserzeugung. Nach einem Baubeschluss würde die Realisierung etwa 2,5 Jahre dauern.

Pläne für Pumpspeicherkraftwerk Ebensee derzeit auf Eis

Pläne für ein Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee liegen „fertig in der Schublade mit allen Genehmigungen“. Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist abgeschlossen, der positive Bescheid ist ergangen und rechtskräftig.Ein Bau ist jedoch derzeit nicht rentabel.  Wann das 150-Megawatt-Kraftwerk gebaut wird, hänge von den Rahmenbedingungen am Strommarkt ab. „Um als Energie AG fit für die Energiezukunft zu sein, brauchen wir das Pumpspeicherkraftwerk am Traunsee als 'Batterie' für Oberösterreich weil es Strom aus Wind und Sonne zwischenspeichern und dann zur Verfügung stellen kann, wenn er tatsächlich gebraucht wird“, erläutert Energie AG Technik-Vorstand Stefan Stallinger die Notwendigkeit der Pläne.

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