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THALHEIM. Offiziell bestätigt ist es nicht, aber eine der größten privaten Feuerwehrsammlungen des Landes ist am Kirchhof in Thalheim zu finden. Johann Steinhuber trägt seit mehr als 30 Jahren alles zusammen, was mit der Feuerwehr zu tun hat, vom Tanklöschfahrzeug bis zur Ketchupflasche.

  1 / 7   Der 4. Mai, der Tag des Heiligen Florian ist der Feiertag für die Feuerwehren. Einer der sich schon sein ganzes Leben lang für die Feuerwehr begeistert und alles dazu sammelt ist Johann Steinhuber.

Wenn der Großvater und der Vater bei der Feuerwehr waren, dann ist der Weg des Sohnes eigentlich schon vorgezeichnet. Und anders hätte es Johann Steinhuber auch gar nicht gewollt, denn bereits als kleiner Bub ist der heute 70-Jährige immer in die Stube gelaufen, wo die Uniform vom Vater hing. Mit 17 tritt er selbst der FF Bergerndorf bei und ist mit Leidenschaft 53 Jahre lang Feuerwehrmann, 15 davon sogar Kommandant.

Schätze am Heuboden

Seit sechs Jahren ist Steinhuber in der Reserve der FF Am Thalbach und findet auch als Altbauer jetzt mehr Zeit, sich seinen Schätzen zu widmen. Derer gibt es viele am Heuboden und im ehemaligen Troadkasten: Drei Löschfahrzeuge, sechs Kutschen, 40 Pumpen, 100 Helme, Uniformen, Feuerlöscher, Signalhörner, Krankentragen, Schwerter, Säbel, Hitzeschutzanzüge, Lederkübel, Atemschutzgeräte, Fahnen, Abzeichen, Klingelwecker, den Feuerwehrpass der legendären „Feuerwehr-Mizzi“ oder eine Stockspritze aus dem 17. Jahrhundert – die Liste ist schier unendlich.

Nicht einmal im Museum gibt es das

„Die Rauchmaske mit Blasebalg hat nicht einmal das Museum in St. Florian“, freut sich Steinhuber über ein wirklich seltenes Sammlerstück. Ganz besonders stolz ist er auch auf die Pumpe „Klein Florian“ von der es nicht viele gibt. Da heißt es viele Flohmärkte abklappern, lange im Internet stöbern oder zur Stelle sein, wenn bei einer Feuerwehr umgebaut und entrümpelt wird, denn: „Sowas Schönes kann man doch nicht wegwerfen“, lautet ein Standard-Ausspruch des Thalheimers. „Schade ist nur, dass die besonderen Sachen alle so weit weg hergegeben werden, in Kärnten oder im Waldviertel“, hat der Hauptbrandinspektor a.D. keine Freude mit weiten Fahrten. Aber er hat die nötige Geduld die ein Sammler so braucht und schafft es immer wieder abzuwarten, dass womöglich zufällig jemand in die Gegend kommt und ihm die neue Errungenschaft mitbringt.

Cousin gab den Anstoß

Angefangen hat alles übrigens mit einem Feuerwehrhelm, den ihm sein Cousin schenkte. „Ein wirklich schönes Stück vom Thalheimer Kommandanten“, freut sich der Sammler noch heute über das großzügige Geschenk. „Und dann hat halt eines das andere ergeben“, erinnert sich der Feuerwehrmann an die Anfänge seiner Sammelleidenschaft die bis heute von vielen „edlen Spenden“ und Geschenken zum Thema Feuerwehr begleitet wird. Zum 50. Geburtstag haben  Freunde sogar eine als „Privatfeuerwehr Kirchhof“ gestaltete Gartenhütte gebaut und zum 70er im letzten Jahr gab es  von den Töchtern ein Waffenrad in Feuerwehr-Aufmachung. Richtig viel Sehenswertes also für alle Feuerwehr-Narrischen, aber ein Museum will Steinhuber trotzdem nicht sein. „Ich habe eine Feuerwehr-Sammlung und ich mache das für mich. Aber wenn es wer sehen will, dann zeige ich es auch gerne her“, lacht er und bringt die nächste Kutsche auf Vordermann.


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