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TRAUN. Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner vom Land OÖ über die erfreuliche Fahrgast-Entwicklung auf der Straßenbahnverlängerung zur Trauner Kreuzung freut, wird im Trauner Stadtrat weiter heiß über den Zubringerdienst diskutiert.

Die derzeitige Endstation auf der Trauner Kreuzung Foto: ÖVP Traun
Die derzeitige Endstation auf der Trauner Kreuzung Foto: ÖVP Traun

Die Verlängerung der Straßenbahn zur Trauner Kreuzung erweist sich für Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner als „echte Erfolgsgeschichte“: Alleine im ersten Quartal wurden auf der Strecke Hauptbahnhof – Trauner Kreuzung 1.183.510 Personen befördert. Im September soll die Dauerinbetriebnahme der Straßenbahn bis zum Schloss Traun erfolgen.

Trauner ÖVP übt Kritik

Ungeklärt ist für die Trauner ÖVP jedoch der Zubringerverkehr zur Straßenbahn. Die von der ÖVP vorgeschlagene City-Taxi-Lösung – nach Ansicht der ÖVP effizienter, bedienerfreundlicher und für die Stadtgemeinde kostengünstiger – wurde von der Trauner SP und FP abgelehnt. „Diese halten am City-Bus fest. Aufgrund der Änderungen der Fahrpläne und Linienführungen muss der City-Bus jedoch neu ausgeschrieben werden. Hier ist man bereits arg in Verzug, eine termingerechte Umstellung des City-Bus-Systems rückt in weite Ferne“, sagt der Trauner Verkehrsstadtrat Günther Plakolm (ÖVP). Zusätzlich zu den längeren Takten (bis zur Trauner Kreuzung im 7,5 Minuten Takt, in das Zentrum von Traun nur mehr 15 Minuten Takt) und den höheren Fahrpreisen (Traun Zentrum nach Linz 3,60 Euro / ab Trauner Kreuzung 2,20 Euro) sei laut ÖVP Traun die Anbindung der Trauner Stadtteile durch den öffentlichen Verkehr völlig ungelöst.

Auf die Vorwürfe reagierte der Trauner Bürgermeister Rudolf Scharinger (SPÖ) prompt: „Die Bauarbeiten für die Straßenbahnverlängerung schreiten zügig voran und die Vorfreude auf die Fertigstellung des Projektes ist groß, eröffnen sich dadurch doch viele neue Chancen für unser Traun. Seitens der Stadt wird alles getan, um die Rahmenbedingungen bestmöglich zu gestalten. Leider gibt es jedoch auch Dinge, die nicht in unseren Zuständigkeitsbereich fallen.“ Für den Zubringerverkehr sei der Finanzierungsbeschluss des Landes OÖ noch ausständig, so der Bürgermeister. Ein Gesprächstermin mit den zuständigen Stellen findet im Juni statt.

Tarife nach Wabensystem

In puncto Tarifgestaltung informiert Scharinger: „Das Tarifsystem des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes ist als Wabensystem konzipiert, das heißt, ganz Oberösterreich ist in Waben eingeteilt. Die Anzahl der befahrenen Waben entscheidet über den Fahrpreis. Dass die Kernzone irgendwo enden muss, liegt in der Natur der Sache – diese Entscheidungen liegen jedoch ausschließlich beim Verkehrsverbund“, verweist Scharinger. „Dennoch sind wir als Stadt selbstverständlich sehr bemüht, hier einen Ausgleich zu schaffen. So gibt es etwa für AktivCard-Besitzer eine finanzielle Unterstützung auf den ,normalen“ Fahrpreis“, so der Bürgermeister abschließend.


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