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TRAUN. In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause ging es um die Weiterbestellung des Stadtamtsdirektors. 19 von 37 Gemeinderäte haben sich dagegen ausgesprochen. Bürgermeister Scharinger übt an der Entscheidung Kritik.

Bürgermeister Rudolf Scharinger (Foto: Stadtarchiv Traun)
Bürgermeister Rudolf Scharinger (Foto: Stadtarchiv Traun)

Karl Gillesberger hätte zum dritten Mal in seiner Funktion als Stadtamtsdirektor verlängert werden sollen, doch dazu kam es vorerst nicht. In einer geheimen Abstimmung entschieden sich 19 Gemeinderäte dagegen – nur 18 sprachen sich für die Wiederbestellung aus.

Diese Abstimmung erfolgt  alle fünf Jahre jeweils ein Jahr vor der Weiterbestellung. Jetzt muss ein Gutachten des Personalbeirates zur Frage der Wiederbestellung eingeholt werden, in dem auch Vertreter der Bediensteten des Stadtamtes Traun vertreten sind. Danach wird der Gemeinderat über das Ergebnis des Gutachtens informiert. Wenn dies vorliegt, wird der Gemeinderat erneut um Abstmmung gebeten. 

Opposition: Vorwürfe haltlos

Die Trauner FPÖ weist die Anschuldigungen von Bürgermeister Rudolf Scharinger, der in einem Interview von „Menschenverachtung“ und „Spielball parteipolitischer Interessen“ gesprochen hatte, zurück. „All diese Schritte sind im Gesetz so vorgesehen. Diese Vorgangsweise ist eine Entscheidung im Sinne der Bediensteten des Trauner Stadtamtes“, erklärt FPÖ-Fraktionsobmann Rudolf Bachmaier auf Tips Anfrage und führt weiter aus, dass damit die Entscheidungsfindung auf möglichst breiter Basis getroffen werden kann.

„Die überzogene Reaktion und der Rundumschlag  des Bürgermeisters im Gemeinderat war entbehrlich und wird nach der Protokollerstellung noch ein Thema werden“, so die Trauner Freiheitlichen.


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