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Revolutionen durch Rechenleistung: von Kryptowährung bis zu Künstlicher Intelligenz

Thomas Leitner, 18.07.2019 07:49

TRAUNKIRCHEN. Die enorme Rechenkraft von Computern, die mittlerweile weltweit verfügbar ist, hat im letzten Jahrzehnt zu einer Reihe bahnbrechender Entwicklungen geführt. Zwei davon beschrieb Johannes Kofler in seinem Vortrag in Traunkirchen.

Spannender Vortrag: Revolutionen durch RechenleistungFoto: Hörmandinger
Spannender Vortrag: Revolutionen durch RechenleistungFoto: Hörmandinger

In frühen Jahren der internationalen Akademie Traunkirchen, die heuer ihr zehntes Bestehen feiert, war er noch Teilnehmer bei Workshops und Tagungen. Nun trat Johannes Kofler schließlich selbst als Referent auf die Bühne der regelmäßig stattfindenden öffentlichen Vorträge der Akademie. Bei seiner Moderation hielt Anton Zeilinger mit Anerkennung nicht zurück: Johannes Kofler, so sein ehemaliger Chef, hat eine steile Forschungskarriere zurückgelegt.

Von der Quantenphysik zur Künstlichen Intelligenz

Nach ausgezeichneter Promotion als Physiker an der Universität Wien arbeitete Johannes Kofler zunächst in der Forschungsgruppe von Anton Zeilinger und übersiedelte nach einigen Jahren Zwischenstopp am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in München schließlich an die Universität Linz in das Forschungsteam von Sepp Hochreiter – ebenfalls kein Unbekannter für das Traunkirchner Publikum. Damit vollzog er auch den Schritt von der Quantenphysik hin zu Machine Learning – einem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, in dem Sepp Hochreiter Pionierarbeit leistete.

Die Rechenleistung macht es möglich

In seinem Vortrag sprach Johannes Kofler über zwei Revolutionen, die durch die wachsende Rechenleistung erst möglich wurden: Blockchain und Künstliche Intelligenz. Es gelang ihm, die beiden komplexen Themen auf verständliche Weise herunterzubrechen und gleichzeitig zu vermitteln, welcher enormer Aufwand hinter den beiden Phänomenen steckt. So entspricht beispielsweise der Stromverbrauch von Bitcoin-Miners, also der modernen digitalen Goldschürfer, etwa dem von Frankreich. Ähnlich aufwendig – hier insbesondere hinsichtlich Daten – ist die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Daten, so zitiert Kofler, sind das Öl der Zukunft – und es braucht Unmengen davon.

KI wird den Wohlstand von Nationen bestimmen

In seinem Ausblick bleibt Johannes Kofler vorsichtig: Sollte es gegen jede Erwartung der Entwicklungstrend so weitergehen, sei die Entwicklung einer starken Künstlichen Intelligenz möglich. Derzeit rechnet man aber mit einer Stagnierung der Entwicklung der Rechenleistung. Umso deutlicher wird er bei seiner Aussage über die Bedeutung von KI für die Zukunft: Der Wohlstand einer Nation werde davon abhängen, wie gut sie das Thema aufgreifen kann.


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