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BAD TRAUNSTEIN. 34 Teilnehmer absolvieren derzeit den Lehrgang Natur- und Landschaftsvermittler, der im Zuge der Vorbereitungen für die Landesausstellung 2017 angeboten wird. Einer davon ist Karl Fichtinger, er erzählt im persönlichen Gespräch, warum ihm die Natur immer mehr zum Anliegen wird und Baum nicht gleich Baum ist.

Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich wahre Schätze. Foto: Ewald Altenhofer
  1 / 2   Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich wahre Schätze. Foto: Ewald Altenhofer

Wenn im April 2017 die Landesausstellung startet und die Besucher ausgehend vom renovierten Schloss Pöggstall die Gegend des Südlichen Waldviertels besuchen, dann werden die frischgebackenen Absolventen des derzeitigen Lehrganges Natur- und Landschaftsvermittler den interessierten Gästen die Besonderheiten des Naturraumes rund um die Niederösterreichische Landesausstellung vermitteln, so die Zielsetzung. Die Naturexperten begleiten die Gäste auf Wunsch bei ihren Ausflügen zu den interessantesten Punkten der Region. Und dies werden unter anderem die sechs Waldviertel-Stationen sein.

20 Module rund um Waldviertler Schätze

Derzeit erhalten die 34 Teilnehmer des Lehrganges gerade das nötige Rüstzeug in Form von 20 Kurseinheiten, wo das vielfältige Landschaftsbild im Fokus steht. „Vormittags sind wir zumeist im Lehrsaal, anschließend geht man hinaus, um das eben Gehörte draußen in der Natur zu erkunden“, erzählt Karl Fichtinger aus Bad Traunstein, der seit Anfang März den Lehrgang besucht. So wurden bereits die Elemente der Waldviertler Kulturlandschaft, die ersten Frühlingsboten, Landformen und Gewässer genau unter die Lupe genommen oder Knospenwanderungen und Vogelbeobachtungen durchgeführt. „Das Modul rund um Naturschutz war genau meines und hat mir äußerst gut gefallen, weniger interessant für mich persönlich war die Einheit zum Thema Marmelade und Einkochen“, meint Fichtinger mit einem Schmunzeln. „Dennoch ist es faszinierend zu verfolgen, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit ändert und verformt.“

Das Waldviertel ist aufgrund seiner Vielfalt so einzigartig - große, wuchtige Steine rund um den Granit im Westen, feingliedrigere Züge im Osten sowie unterschiedliche vegetative Formen, die von Mohn bis hin zu Obstkulturen im südlichen Teil reichen. „Wenn man diese Eigenheiten und Facetten erkennt, dann wird die Region erst so richtig interessant und lebendig. Ich gehe nun mit ganz anderen Augen durch die Natur, früher war die Landschaft relativ gleichförmig für mich, ich habe mich zwar an Bäumen erfreut, konnte aber viele nicht voneinander unterscheiden. Nun erkenne ich die kleinen Besonderheiten, die unsere Gegend ausmachen, so wie wenn man ein Bild länger betrachtet“, fasst Fichtinger zusammen. Es sei ein spannender Prozess, in dem ihm „die Natur immer mehr zum Anliegen wird“. Und Bad Traunstein selbst, eine der sechs Waldviertelstationen, wird ein Highlight der Landesausstellung werden, davon ist er überzeugt.


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