Bürger, Vereine und Politik diskutierten im Stadtsaal Hausmening über Brennpunktthemen
HAUSMENING. Im brechend vollen Stadtsaal Hausmening fand vergangene Woche eine Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der Ortsvorstehung, des Bauhofs und des Stadtsaals statt.

Hunderte Bürger verschiedener Altersschichten und Vereine waren der Einladung gefolgt, ihre Meinung zu den drei Schwerpunktthemen einzubringen. Stadt- und Landschaftsplaner Alfred Benesch, der auch für das Revitalisierungskonzept beim Schloss Ulmerfeld verantwortlich zeichnet, stellte verschiedene Zukunftsperspektiven zur Auswahl.
Neubau des Bauhofs
Für den Bauhof, der aus allen Nähten platzt, stand entweder ein Neubau am aktuellen Standort oder auf der Landeswiese gemeinsam mit dem Bauhof Mauer zur Debatte. Bei der Ortsvorstehung sollte geklärt werden, ob sie saniert oder neugebaut wird oder in den Stadtsaal übersiedeln soll. Beim Stadtsaal selbst standen die Varianten Abriss und Neubau am aktuellen Standort oder eine ersatzlose Entfernung zur Auswahl.
Hitzige Diskussionen
Nach der Vorstellung der möglichen Varianten konnten sich die Bürger zu Wort melden. Bei der Ortsvorstehung machte sich ein Großteil für eine Sanierung des aktuellen Standorts und gegen eine Verlegung stark. Fast einstimmig sprach man sich für einen Neubau des Bauhofs gemeinsam mit dem Bauhof Mauer auf der Landeswiese aus.
Stadtsaal muss bleiben
Die hitzigsten Debatten entbrannten um die Zukunft des 1980 errichteten und mittlerweile in die Jahre gekommenen Stadtsaals. Das Gebäude wird von vielen Vereinen wie den Kinderfreunden, den Pfadfindern, kirchlichen- und Sportvereinen oder dem Musikverein für Veranstaltungen und als Ausrüstungslager genutzt. Die Idee, den Stadtsaal wegzureißen und gar nicht mehr aufzubauen, fiel bei der Bevölkerung komplett durch. Ein Ortsteil mit 5.500 Einwohnern brauche auf jeden Fall einen eigenen Stadtsaal, so der Tenor. Falls er weggerissen werde, müsse er auf jeden Fall in mindestens derselben Größe neu errichtet werden.
Sanierung versus Neubau
Viele Bürger sprachen sich darüber hinaus für eine Sanierung des Stadtsaals mit einem neuen Raumkonzept aus, um ihn auch für kleinere Feiern nutzen zu können. Eine Sanierung schloss Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ) allerdings aufgrund der hohen Kosten aus, genauso wie die Überlegung, eine Gastronomie am Standort anzubieten. Dafür gebe es schlicht zu wenige Veranstaltungen.
Gespräche folgen
„Letztendlich müssen Fachleute über einen Neubau oder eine Sanierung entscheiden“, sagte Ortsvorsteher Egon Brandl. Immerhin sei auch die Sanierung des Kindergartens billiger gewesen als ihn neu zu errichten. Aufgrund des desolaten Zustands des Stadtsaals fände er aber einen Neubau in diesem Fall klüger. In den nächsten Monaten folgen nun Gespräche mit Vertretern des Bauamts, der Vereine und anderen Parteien.


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