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ULRICHSBERG. Baden kann man ja beim Naturflussbad an der Großen Mühl immer. Ein frisch gegründeter Verein will jetzt aber dafür sorgen, dass auch das Buffet an den Badetagen offen hat - und überhaupt die Michö als einzigartiges Juwel beleben und erhalten.  

Das Kernteam des Vereins Michö (v.l.): Dieter Fuchs, Wilma Kniewasser, Barbara Fischer, Nicola Pröll, Manuela Eckerstorfer, Peter Eckerstorfer freuen sich über viele neue Mitglieder und helfende Hände.

„Wir wollen nicht sitzen und warten, dass sich jemand drum annimmt, sondern selber anpacken“, bringt es Manuela Eckerstorfer auf den Punkt. Und spricht damit wohl für alle aus dem Kernteam, die sich rund um Vorsitzende Nicola Pröll geschart haben. Manuela hat die Rolle der Wirtin übernommen. Heißt: Bei ihr laufen die Fäden zusammen, wenn es um Veranstaltungen, Feste und Partys an der Michö geht.

Solche Sachen sollen künftig verstärkt stattfinden. „Die Michö ist derzeit nicht ins Ortsleben integriert. Das möchten wir gerne ändern, denn man kann wirklich coole Sachen auf diesem Platz erleben“, lädt der Vizevorsitzende Peter Eckerstorfer Vereine, Firmen und überhaupt alle Ulrichsberger ein, die Anlage mehr zu nutzen.

Viele Mitglieder – viele Öffnungstage

In erster Linie geht es dem ehrenamtlich tätigen Verein „Michö“ aber um das Badebuffet, das schon verschiedenste Betreiber hatte – von Schülern, die in die eigene Tasche gearbeitet haben, bis zum Verein Alom, der bis zum Vorjahr das Buffet betrieben hat. Problem ist aber die fehlende Wirtschaftlichkeit und auch die schwierige Planbarkeit. „Wir wollen das ganz unkompliziert und unbürokratisch lösen: Jeder der Interesse an der Michö hat, kann Mitglied werden, sich einfach in den ausgehängten Kalender eintragen und sich hinter die Ausschank stellen. Unser Ziel ist es, zumindest von Freitag bis Sonntag zu den Kernzeiten offen zu haben“, erklärt Peter Eckerstorfer. Gerne auch öfter, wenn es möglich ist. „Der Probebetrieb ist schon ganz gut angelaufen und je mehr Mitglieder wir haben, umso einfacher wird die Abwicklung“, ist er überzeugt. Eine Mitgliedschaft ist aber keine Verpflichtung zum Mithelfen. Nach einer ersten Infoveranstaltung am Mittwoch gibt es bereits 24 Michö-Fans.

Verantwortung übernehmen

Dieter Fuchs ergänzt: „Die Michö soll weiterhin ein unkomplizierter Platz zum Baden, Knacker-Grillen oder Campen bleiben, aber irgendjemand muss die Verantwortung übernehmen.“ Nur so könne dieses Juwel erhalten bleiben und vielleicht auch attraktiviert werden.

Unterstützung der Gemeinde ist gewiss

Die Gemeinde Ulrichsberg selbst, die Besitzer des Naturflussbades ist, steht voll hinter diesem Vorhaben. Bei der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, dass das Areal dem Verein zur Nutzung überlassen wird. „Einen Pächter oder Wirt zu finden, der das Buffet betreibt, ist unrealistisch. Deshalb begrüßen wir die Initiative der Gruppe. Es ist eine klare Aufwertung, wenn jemand dort ist und ein wenig nach dem Rechten sieht“, sagt dazu Bürgermeister Wilfried Kellermann. Die Gemeinde übernimmt zudem die Betriebskosten sowie die Reinigungs- und Mäharbeiten auf dem ehemaligen Sportplatz-Areal.

Der Verein Michö ist auf Facebook vertreten und natürlich beim Flussbad selbst.


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