Schmieraktionen stimmen nachdenklich
UNGENACH. Erneut ist es in Ungenach zu Schmieraktionen durch Unbekannte gekommen. Solche Fremdenfeindlichkeit will man in Ungenach nicht auf sich sitzen lassen.

Schon des Öfteren waren in Ungenach vor Veranstaltungen oder Wahlen Sprayer unterwegs. So auch jetzt wieder beim Kirtag. Im Gasthaus Kirchenwirt sind derzeit einige Asylwerber untergebracht – wohl deshalb wurden sowohl die Fassade des Gasthauses als auch das Kirchenportal mit fremdenfeindlichen Parolen in Zusammenhang mit ÖVP und SPÖ beschmiert, schildert Ungenachs ÖVP-Obfrau Christina Glück. „Zum Glück gibt es in Ungenach aber kreative Köpfe und die rote Schrift wurde mit einer blauen überschrieben.“ Die Schmierereien wurden gemeinsam von der Pfarre, dem Gemeindearzt und einer ortsansässigen Künstlerin „ausgebessert“.
Man kann allerdings noch erkennen, was darunter zu lesen war. „Etwa „Asülanten mit Ü' – das zeigt wohl von der Intelligenz der Sprayer“, so die ÖVP-Obfrau verärgert, die darauf hinweist, dass hier alle Ungenacher Parteien einer Meinung seien. Äußerst empört über die Aktion zeigt sich so auch FPÖ-Obmann Klaus Weiß: „Ich finde es eine totale Frechheit und einen Wahnsinn, so etwas zu tun. So etwas darf nicht sein. Ich kann solche Leute nicht verstehen, wir reden ja hier auch von Sachbeschädigung!“, so Weiß. Er wie auch Glück wollen offen damit umgehen, damit solche Aktionen nicht wieder vorkommen. „Das unter den Tisch zu kehren, bringe nichts, so Glück. „Darüber reden ist sinnvoller. Leider wird auf Gastfreundschaft und Nächstenliebe in Ungenach so reagiert.“
Ungenachs Bürgermeister Johann Hippmair hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und ersucht die Bevölkerung, aufmerksam zu sein bzw. sachdienliche Hinweise bei der Polizei zu melden.


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