Tumbacher Lederbirnbäume übergeben
UNTERWEITERSDORF. Der Unterweitersdorfer Franz Wörister, der rund 1700 alte Obstsorten in seinem Obstgarten erhält, schenkte drei kleine Bäume der Sorte Lederbirne den Bauern in der Ortschaft Tumbach/Gallneukirchen.

Im Raum Unterweitersdorf, Wartberg, Engerwitzdorf und Gallneukirchen gab es mehrere Bäume, die den Namen Rote Lederbirne oder nur Lederbirne trugen. Leider sind fast alle dieser Bäume verschwunden. 1981 fand der führende österreichische Pomologe Siegfried Bernkopf aus Gallneukirchen bei Josef Grabner in Tumbach einen Baum, der diesen Rote Lederbirne nannte. Bernkopf entnahm dort Edelreiser und erhielt so diese Sorte in der Genbank Riztlhof bei Ansfelden.
Da es in der kleinen Ortschaft Tumbach mehrere Lederbirnbäume gab, die mit den alten Sortenbeschreibungen der Roten Lederbirne nur eine gewisse Ähnlichkeit hatten, aber einen ganz anderen Baumhabitus besaßen, nannte der Pomologe Bernkopf in seiner Dissertation 1985 diese lokalen Mostbirnen Tumbacher Lederbirne.
Franz Wörister hofft nun, dass die Landwirte Grabner, Unterhanl und Oberhanl in Tumbach diese alte Obstsorte weiter erhalten, was ihm bei der Übergabe freudig versprochen wurde. Wörister möchte sich auf diese Weise bei Siegfried Bernkopf für seine pomologische Tätigkeit (Auffinden alter Sorten, Erhaltung dieser in diversen Genbanken bzw. Sortengärten, Beschreibungen für die Nachwelt, Obstsortenbücher, Vorträge in ganz Mitteleuropa beziehungsweise, dass er bei Sortenbestimmungstagen und Pomologenschulungen immer sein Wissen weitergibt) recht herzlich bedanken. „Denn kein anderer hat in OÖ so viel für die alten Obstsorten geleistet“, sagt Wörister.


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