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UNTERWEITERSDORF. Die lokale Heimatgeschichte, alte Baumsorten und der Sport – das sind die Leidenschaften vom Ur-Unterweitersdorfer Franz Wörister.

Franz Wörister, den alle nur als Tälly kennen, bei der europäischen Obstausstellung in Olmütz, als Mitglied der österreichischen Delegation.

„Die lokale Heimatgeschichte ist ein Faible von mir und 1995 hab ich damit begonnen, mich mit der Geschichte von alten Bauernhöfen und Handwerksberufen zu beschäftigen“, erzählt Wörister. „Unterweitersdorf war immer schon ein Transitdorf mit charakteristischen Berufen, die sich auch durch den Salztransport und die Pferdeeisenbahn ergaben. So waren da zum Beispiel Schmiede oder Wagenbauer.“ Mit diesem Wissen fing Wörister dann auch an, die Schicksale von einzelnen Häusern im Ort zu erforschen. „Da wird man richtig hellhörig und fühlt sich sehr verbunden mit dem Heimatort.“

Pflanzen-Sammelleidenschaft

Durch das Beschäftigen mit der Unterweitersdorfer Geschichte hat der Bezirksgartenfachbetreuer des Siedlervereins auch viel über alte Bäume und Obstsorten erfahren. Das Interesse dafür fing für Wörister schon früh an: „Als Schülerbub hab ich meine Sammelleidenschaft entdeckt. Ich hatte zum Beispiel mehr als 400 verschiedene Kakteensorten. Dann habe ich Wildbeeren gesammelt und schließlich Laub- und Nadelbäume.“ In seinem rund zwei Hektar großen Wald finden sich derzeit mehr als 200 verschiedene Baumsorten. Nur beim Sammeln blieb es natürlich nicht, sein „kleiner“ Obstgarten hat ihn inspiriert und so hat er sich auch mit alten Obstsorten beschäftigt. „Ich habe geforscht und wieder veredelt. Auf einem alten Birnbaum habe ich rund 50 Sorten drauf.“ 

Alte Baumsorten gesucht

Wörister ist außerdem laufend auf der Suche nach alten Baumsorten, um sie zu erhalten und zu vermehren. Auch die Königsklasse des Bäumeveredelns hat der Gartenfachbetreuer gemeistert, ihm ist es gelungen, einen Nussbaum zu vermehren.Das Leben mit Pflanzen und der Natur ist Wöristers große Leidenschaft, auch wenn sie viel Zeit in Anspruch nimmt. „Aber man sieht einfach, wie der natürliche Verlauf der Natur ist, dass der Tod etwas Natürliches ist. Dadurch wird man viel gelassener und ausgeglichener. Dann freu ich mich an den Blüten, den Hummeln und den Bienen!“

Eine weitere Leidenschaft von Wörister ist der Sport. Als langjährig Aktiver und in diversen Funktionen hat er den ASKÖ mitbegründet. Seit kurzem gibt es auch die erste gemeinsame Sektion von Union und Askö, was Wörister sehr freut. 


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