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SCHENKENFELDEN. Gemeinsam mit ihrem Mann führt Silvia Mayr in Schenkenfelden einen Milchviehbetrieb mit Nachzucht. Im Gespräch mit Tips erzählt sie über die Vorteile ihrer Arbeit und was für sie besonders wichtig ist.

 (Foto: Privat)
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„Ich hätte mir vorher nie gedacht, eine Bäuerin zu werden“, sagt die 38-jährige Silvia Mayr aus Schenkenfelden. Eine Überzeugung, die sich schnell geändert habe, als sie ihren heutigen Ehemann kennengelernt hat: „Ich bekam Einblick und auch immer mehr Gefallen an der Landwirtschaft und habe auch, wo es möglich war, mitgeholfen. Es war auch immer schon klar, dass mein Mann den landwirtschaftlichen Betrieb übernimmt und somit haben wir uns dann gemeinsam dafür entschieden.“

Im Jahr 2005 übernahmen die beiden schließlich den Betrieb, der zuvor von den Eltern ihres Partners geführt wurde. Bis zur Geburt ihrer Tochter sei Mayr noch ihrem gelernten Beruf als Bürokauffrau nachgegangen, mittlerweile ist die 38-Jährige Mutter von drei Kindern, zwei Mädchen und einem Buben.

Büroarbeit wird mehr

Zu ihren Aufgaben gehören neben dem Melken, dem Füttern der Kühe und Kälber sowie verschiedenen Tätigkeiten, die im Freien anfallen, auch die Büroarbeit am Computer. „Das wird auch in der Landwirtschaft immer mehr“, erzählt Mayr, die seit März 2020 Ortsbäuerin von Schenkenfelden ist. Neben alldem versuche sie aber, immer genug Zeit für die Familie zu haben. „Es ist als Landwirtin ein großer Vorteil, dass man fast immer anwesend bzw. immer irgendwo am Hof ist. Die Kinder schätzen das auch wirklich sehr. Sie leben gerne am Bauernhof, wachsen mit Tieren auf und lernen von Anfang an den richtigen Umgang mit ihnen. Es ist so schön zu sehen, wie liebevoll sie mit allen Tieren umgehen - egal ob Hund, Katze, Hühner, Pferde, Kalb oder Kuh. Ich bin mir sicher, dass das eine große Bereicherung für ihr weiteres Leben ist.“

Regionalität im Fokus

Besonders die Möglichkeit, sein eigener Chef zu sein, gefalle Mayr an ihrer Arbeit: „Ich kann mir die Arbeit und die Zeit selber einteilen. Sicher muss man bei Milchkühen immer pünktlich zur Melkzeit im Stall sein – auch an Sonn- und Feiertagen – aber dafür hat es wieder viele andere Vorteile. Gerade in Zeiten wie diesen schätze ich die Landwirtschaft noch mehr. Am Land kann man jederzeit raus, sich an der Natur freuen und seiner Arbeit nachgehen. Ich glaube auch, dass der Bauer, der Fleisch, Milch und noch vieles mehr produziert – auch wenn die Zeiten schlechter werden – sich selber versorgen kann und auch immer gefragt sein wird.“ Besonders wichtig sei für Mayr auch, dass die Landwirtschaft, die Arbeit und der Einsatz der Bauern geschätzt wird. „Es steckt viel Mühe und Fleiß dahinter, bis der Konsument das fertige Lebensmittel in der Hand hält. Darum lege ich großen Wert darauf, auf heimische Produkte und Regionalität zu achten.“


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