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WALDING. Eine von sieben Pilotimpfstraßen des Landes Oberösterreich betreut das Rote Kreuz seit Ende Februar neben der Teststraße im Sportpark in Walding. Erleichterte Stimmung und ein gut organisierter Ablauf sind hier zu finden.

  1 / 4   Alle Impfdosen, die in Walding angekommen sind, wurden bisher verimpft. Foto: Ernst Grilnberger Land OÖ

„In den Impfstraßen herrscht eine wirklich gelöste Stimmung. Die Leute sind froh, dass sie endlich die Impfung bekommen. In den-Teststraßen ist das ja ein wenig anders, weil das ja doch auch mit einem gewissen Muss und einer Notwendigkeit verbunden ist.“, erzählt Peter Haslinger, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuz. Der Ablauf der Impfung gleicht im weitesten Sinne jenem der Teststraßen. Nach der administratorischen Registrierung wird in der Impfkoje Platz genommen. Dort werden letzte offene Fragen beantwortet und die Impfung vom Arzt verabreicht. Ebenfalls in der Halle wurde ein Wartebereich eingerichtet, um eine mögliche allergische Reaktion auf den Impfstoff innerhalb von 15 Minuten auszuschließen. Im Falle des Falles steht ein Sanitäter sowie der, einem Krankenwagen ähnlich ausgestattete, Notfallcontainer bereit.

Nichts bleibt übrig

„Eine Impfdosis bringt im Kühlschrank nichts! Alles was wir bekommen, verimpfen wir.“, ist das Motto von Peter Haslinger. Und bisher ist auch noch keine einzige Impfdosis übrig geblieben. Rund 1000 Impfungen wurden hier pro Wochenende von den Bezirksärzten verabreicht. An den kommenden Wochenenden steigt die Anzahl voraussichtlich. Eine zweite Impfstraße im Bezirk Urfahr Umgebung soll es bald in Schweinbach geben. „Eine große Herausforderung, aber auch tragende Säule der nächsten Monate wird die Impfstraße sein.“, erklärt Bezirksstellenleiter Paul Gruber. Aber auch auf den Wiederaufbau der Vereinstätigkeit soll nun der Fokus gelegt werden. Sowohl bei den Test- und Impfstraßen als auch generell beim Roten Kreuz herrschte gerade in den letzten schwierigen Monaten ein starkes Miteinander. Doch viele andere Tätigkeiten des Roten Kreuzes waren aufgrund der Corona-Maßnahmen nur beschränkt möglich.

Fürsorge und Vorsicht

Trotzdem konnten soziale Dienste, wie zum Beispiel das Essen auf Rädern, durch zusätzliche Freiwillige im Bezirk aufrecht erhalten werden. „Es ist eine Gradwanderung zwischen Fürsorge und Vorsicht.“, beschreibt Silke Pachinger, Mitglied des Bezirksrettungskommandos, das Vorgehen in diesen sensiblen Bereichen. In den Sommermonaten schrieb beispielsweise auch der Notarztdienst des Roten Kreuzes aufgrund der steigenden Beliebtheit von Outdoorsport und vermehrten Heimaturlauben Rekordzahlen. Auch weiterhin ziehen alle, egal ob die Mitarbeiter in der Teststraße, in der Impfstraße oder bei den sozialen Diensten des Roten Kreuz, am selben Strang. „Und dieser Strang ist es, die Pandemie zu besiegen.“, lautet Peter Haslingers Devise.


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