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URFAHR-UMGEBUNG. Am vergangenen Freitag gab die Österreichische Bundesregierung Öffnungsschritte bekannt. Neben Vorfreude in den betroffenen Branchen brachten diese aber nicht für alle gute Nachrichten. Tips hat sich im Bezirk umgehört und Reaktionen aus den verschiedenen Bereichen eingeholt.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Gastro, Tourismus, Kultur, Sport: Am 19. Mai werden in allen Bereichen Öffnungsschritte mit klaren Sicherheitsauflagen vorgenommen. In den Schulen wird schon zwei Tage zuvor, am 17. Mai, auf gänzlichen Präsenzunterricht umgestellt. All das aber unter einer Bedingung: „Grundvoraussetzung wird überall für den Zutritt der Grüne Pass sein“, betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Pressekonferenz. Für die Inanspruchnahme müsse man also entweder getestet, genesen oder geimpft sein.

„Vorfreude überwiegt“

Fragt man im Bezirk nach Reaktionen, so heißt es etwa von Seiten des designierten Sportvereinsobmannes Michael Sakellaris vom SV Hellmonsödt, dass die Vorfreude ob der Neuigkeiten überwiegen würde. Dennoch heiße es aber weiterhin abwarten: Nach wie vor gäbe es noch viele offene Fragen bezüglich der einzelnen Sportarten – gerade was Kontaktsportarten wie Fußball oder Judo betrifft: „Es ist einfach noch sehr schwierig abzuschätzen, wie diese abgehalten werden können.“

Genaue Vorbereitungen

Fest steht jedoch, in Hellmonsödt bereitet man sich aktuell mit allen Möglichkeiten, die es gibt, vor. Während man auf die konkreten Vorgaben der Regierung und der Landesverbände wartet, befindet sich der Verein auch in Absprache mit der Bezirkshauptmannschaft. Außerdem wurde die Zeit genutzt, um eigene Covid-19-Experten ausbilden zu lassen. Drei haben diese Ausbildung bereits absolviert, weitere sollen folgen. Im Fußballbereich würden indes seit einiger Zeit wieder die Kinder- und Jugendtrainings laufen, auch die Kampfmannschaft trainiere wieder. Während man im Tennis auf einen normalen Start hofft, gäbe es bei den Stockschützen noch Unklarheiten. Was den Hellmonsödter Planetenlauf betrifft, so plant man hier aktuell, diesen, sofern möglich, mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen am 19. Juni über die Bühne gehen zu lassen.

Obermüller: „Endlich wieder eine Perspektive“

Im Bereich des Tourismus zeigte sich der Geschäftsführer des Tourismusverbands Mühlviertler Hochland, Markus Obermüller, gegenüber Tips positiv zu den geplanten Schritten: „Mit dem verkündeten Öffnungsdatum haben die Betriebe und ihre Mitarbeiter endlich wieder eine Perspektive und wir freuen uns alle, wieder dem nachgehen zu dürfen, was uns am meisten Freude macht: Gastgeber zu sein. Die letzten Wochen und Monate wurden von vielen Betrieben intensiv genutzt – ob Umbau, Renovierungen, Neubau bis hin zu unserer gemeinsamen regionalen Qualitätsoffensive – dem Mühlviertler Hoch.Genuss.“ Aber auch Obermüller betont, dass er bezüglich der dazu angekündigten Maßnahmen noch auf eine exaktere und praxisnahe Formulierung hoffe – etwa in Punkto Tischabstände.

Enttäuschte Braut

Für Brautpaare brachte die Pressekonferenz hingegen nicht den erhofften Startschuss. Statt dem 19. Mai müssen sich diese weiter bis zum 1. Juli gedulden. Eine der davon Betroffenen ist die aus Oberneukirchen stammende Sarah Priglinger-Simader. Zwei Jahre lang hat sie ihre Hochzeit am 26. Juni mit viel Herzblut geplant. Ihrer Enttäuschung machte sie nun in einem öffentlichen Brief an die Regierung Luft und schreibt unter anderem: „Ich war und bin immer noch sprachlos, da es einfach vollkommen unverständlich und zugleich enttäuschend ist, dass zwar ab 19. Mai Öffnungsschritte in vielen Bereichen wie Gastronomie, Tourismus, Sport und Kultur gesetzt werden, welche durch Testungen und Impfungen ermöglicht werden, gleichzeitig aber auch im Juni weiterhin keine Hochzeiten erlaubt werden sollen. Wenn man dann die Rechnung von erwarteten drei Millionen Impfungen mit Ende Mai bedenkt, erschließt es sich mir in keiner Weise, dass Hochzeiten mit Testungen, Gästelisten, Platzzuweisungen und Sicherheitskonzepten nicht stattfinden können sollen.“


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