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ZWETTL AN DER RODL. Herbert Enzenhofer übt in seinem Leserbrief zum Thema Bienensterben scharfe Kritik an der ÖVP und den Grünen.

 (Foto: Wodicka)
(Foto: Wodicka)

Es wirkt auf mich schon sonderbar, wenn sich anlässlich des Weltbienentages die Grünen und die ÖVP für den Schutz der Bienen aussprechen! Im Nationalrat hat es schon zwei gültige Beschlüsse gegeben, die die Regierung verpflichten einen Ausstieg aus dem Gift Glyphosat vorzubereiten. Genau diese beiden Parteien verweigern aber gerade die entsprechende Umsetzung und ignorieren dabei sowohl das Parlament als auch den Wunsch der Mehrheit in der Bevölkerung! Hat man bei der ÖVP ohnehin keine großen Erwartungen mehr, wenn es um Umweltschutz und die Gesundheit der Menschen geht, so wundert man sich bei den Grünen dass man anscheinend auch im Liegen noch umfallen kann.

 Wenn ÖVP-Politiker jetzt sagen, sie würden „im Wirkungsbereich der Gemeinde“ auf das Pestizid verzichten, dann wollen sie uns an der Nase herumführen. Das bedeutet nämlich, dass der Gemeinde-Gärtner bei der Verkehrsinsel-Begrünung auf Glyphosat verzichtet, am Feld daneben aber munter weiter gegiftelt wird. Über 90 Prozent des eingesetzten, höchstwahrscheinlich Krebs-erregenden Glyphosats wird in Österreich in der Landwirtschaft verwendet. Dort muss man ansetzen! Kurzfristige Profite in der Landwirtschaft sind dieser Regierung leider wichtiger als unsere Umwelt und unsere Gesundheit! Übrigens auch die Gesundheit der Landwirte, die hier selbst endlich Schutz und gesunde Alternativen brauchen.

Herbert Enzenhofer, Zwettl an der Rodl


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