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LICHTENBERG/WIEN. Die Lichtenbergerin Viktoria Winter (32) ist vor acht Jahren für ihre musikalische Karriere nach Wien gezogen. Vor sechs Jahren hat sie mit Mario Wienerroither „Dramas“ gegründet und wird jetzt auf Radiostationen in ganz Europa gespielt.

Viktoria Winter mario Wienerroither (Foto: Tim Cavadini)
Viktoria Winter mario Wienerroither (Foto: Tim Cavadini)

Tips: Wie beschreibst du euren Stil?

Viktoria Winter: Wir machen Elektropop, der gloomy (düster, engl.), melancholisch, aber auch verspielt ist und Elemente aus den 80ern enthält. Wir arbeiten mit ganz viel Liebe zum Detail.

Tips:2018 ist euer erstes Album „Nothing is permanent“ erschienen, 2021 euer zweites Album „Dramas“. Wie unterscheiden sich die Alben?

Viktoria Winter:Angefangen haben wir mit Soundtrack-artiger Musik. Wir stehen auf epische Filmmusik. Das erste Album war sehr ruhig mit vielen Flächen. Durch Corona hatten wir das satt und wollten etwas Motivierendes machen. Das hat sich in der Musik gezeigt.

Tips: Wie kam es zum Bandnamen Dramas?

Viktoria Winter:Wir haben einen Hang zum Dramatischen. Außerdem ist unsere anfängliche Motivation zum Musikmachen von der Film- und Serienmusikindustrie gekommen. (drama, engl. = Schauspiel oder Film, Anm.)

Tips:Wie erarbeitet ihr eure Songs?

Viktoria Winter: Die Texte schreibe hauptsächlich ich. In meinem Studio arbeite ich auch an den Layouts und Grundformen eines Songs. Seit dem zweiten Album machen wir aber sehr viel gemeinsam. Mario ist das Mastermind dahinter. Er hat Musikproduktion studiert und viele Kompetenzen in dem Bereich, auch was die Videoproduktion anbelangt. Ich kann mir hier viel von ihm abschauen. Dass wir uns in Linz getroffen haben, war ein Glückstreffer. Es ist gar nicht so leicht, jemanden zu finden, der genau die eigene Richtung einschlagen will.

Tips: Was inspiriert dich beim Schreiben?

Viktoria Winter: Mich inspiriert alles. Man wird durchs Musikmachen neugierig und forscherisch. In unserer letzten Single „Virgin Everyday“, geht es auch darum, neugierig durch die Welt zu gehen. Mich interessiert das Erwachsenwerden. Es fühlt sich so an, als wäre man ständig am Wachsen. Über viele dunkle Themen im Leben muss ich auch schreiben. Das ist auch Eigentherapie. Aber auch wenn vieles bei uns sehr ernst klingt, brauche ich dazwischen den Humor und die Selbstironie ganz dringend.

Tips: Wie bist du zur Musik gekommen?

Viktoria Winter: Ich singe schon immer und habe schon als Kind Nonsense-Lieder und -Texte geschrieben. Ich habe klassische Gitarre und klassisch Klavier gelernt, davon bin ich aber ganz weg. Alles, was ich für Dramas brauche, habe ich mir selbst beigebracht. Wir spielen vieles selbst ein. Manchmal ist es elektronischer, manchmal akustischer, das kommt ganz auf das Lied an.

Tips: Hast du einen Plan B zur Musikkarriere?

Viktoria Winter: Die Musik ist Plan A. Das Ziel ist, davon leben und richtig touren zu können. In Linz habe ich an der Pädagogischen Hochschule Musik und Englisch studiert und ich unterrichte in Wien, aber das war immer Plan B. Außerdem habe ich eine Schauspielausbildung gemacht.

Tips: Plant ihr ein neues Album?

Viktoria Winter: Ja, im Herbst wollen wir unser drittes Album herausbringen. Jetzt sind wir am Aussortieren und Aufarbeiten , es ist genug Repertoire da.

Live-Auftritte in Wien am 3. Mai und in Salzburg am 4. Mai (Lido Sounds Warm Up)
Youtube: dramasmusic
Spotify. Dramas
Instagram: dramasmusic
www.dramasmusic.com

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