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Gefahren der Atomkraft: Schüler aus Gramastetten wollen zum Nachdenken anregen

Andreas Hamedinger, 04.07.2023 09:19

GRAMASTETTEN. Gebiete, die auf unbestimmte Zeit unbewohnbar sind. Atommüll, der Jahrtausende tief in der Erde gelagert werden muss. Und die ständige Gefahr, dass sich Katastrophen wie die von Tschernobyl oder Fukushima wiederholen. Auf diese Gefahren möchten die Schüler der Mittelschule Gramastetten aufmerksam machen.

gg (Foto: ddd)
gg (Foto: ddd)

„Im Chemie- und Physikunterricht spielen Umweltthemen, etwa Recycling, immer wieder eine Rolle, daher war es naheliegend, sich auch einmal mit dem Thema Atomkraft auseinanderzusetzen“, erklärt Franz Schneckenleithner, der an der Mittelschule Gramastetten unterrichtet.

Es wurde auch über Alternativen gesprochen

Daher beteiligte sich die Schule mit verschiedenen Projekten am Jugend-Klimapreis 2023 von atomstopp_atomkraftfrei leben. 18 Schüler der 4a und 4c machten sich Gedanken, warum Atomkraft kein zukunftsfähiges Konzept sein kann und reichten insgesamt sechs Projekte ein. Drei davon wurden von einer fachkundigen Jury als herausragend bewertet: Die Zeichnung mit Bildinterpretation „Nein zu Atomkraft“ von Ina-Anna Gerner, Aline Gruber, Hannah Simader und Melissa Derflinger, das Werkstück „Atomstopp Ja Bitte“ von Katharina Hofstätter sowie der Text „Atomstopp – ein Appell“ von Nelia Koll, Lukas Pargfrieder und Lisa Erlinger-Ratzenböck. Die Beiträge werden im atomstopp_Magazin veröffentlicht und die Schüler bekamen eine Powerbank als Preis. Schneckenleithner: „Wichtig war uns auch, über mögliche Alternativen, wie Stromgewinnung durch Photovoltaikanlagen, zu sprechen. Und natürlich war auch das Thema Energiesparen ein Teil des Projekts.“

Fortsetzung im Schuljahr 2023/2024

„Die Teilnahme am Wettbewerb zeigte den Schülern auch, dass Physik nicht nur im Unterricht eine Rolle spielt, sondern auch im täglichen Leben“, erklärt der aus Lichtenberg stammende Schneckenleithner, Und auch die Organisatoren des Jugend-Klimapreises sind zufrieden: Anna Weinbauer, stellvertretende Obfrau von atomstopp_atomkraftfrei leben: „Das hohe Niveau der prämierten Projekte lässt auf eine tiefgreifende, selbstständige Beschäftigung mit der wichtigen Frage schließen, warum Atomkraft keine Lösung in der Klimakrise bieten kann. Der atomstopp-Jugendklimapreis wird im Schuljahr 2023/24 fortgesetzt. Und auf die Frage, warum die Beschäftigung mit dem Thema Atomkraft gerade für die Jugend wichtig ist, erklärt Weinbauer: „“ugendliche kennen die Super-gaus von Tschernobyl und Fukushima nur aus der Geschichte. Wir können nicht einschätzen, ob sie sich der Gefahren, welche von Atommeilern ausgehen, bewusst sind. Aus der Friday for Future-Bewegung wissen wir aber, wie wichtig jungen Menschen die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt ist. Daher wollten wir ihnen die Chance bieten, sich kritisch und zeitgemäß mit der Atomkraft und ihren Gefahren auseinanderzusetzen. Denn nur die Nutzung aller Einsparungspotenziale und der zügige Ausbau erneuerbarer Energien wird eine Verbesserung der Situation bringen. Und auch die Schüler zeigen sich mit dem stattgefundenen Wettbewerb zufrieden: „Ich finde es gut, dass wir uns mit dem Thema Atomkraft auseinandergesetzt haben. Ich finde Atomkraftwerke extrem gefährlich und es ist wichtig, dass wir Alternativen finden“, erklärt Ina-Anna Gerner, die auch im Alltag versucht ein Zeichen zu setzen: „Ich versuche – wo immer möglich – Strom zu sparen.“

Erwachsene zum Nachdenken anregen

Das Thema Energiesparen ist auch für ihre Mitschülerin Melissa Derflinger wichtig, auch wenn sie zugeben muss: „Es ist nicht immer ganz einfach, manchmal vergisst man auch einfach das Licht auszudrehen. Wichtig ist, dass wir mit unseren Ideen die Erwachsenen zum Nachdenken über die Gefahren der Atomkraft anregen.“


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