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GALLNEUKIRCHEN. Anlässlich der Langen Nacht der Museen erlebten zahlreiche Besucher des Heimathauses spannende Stunden und nahmen an Führungen mit Obmann Willi Schinagl, Arnold Schleiffelder, Anton Scheuringer und Dietmar Auer teil. 

In der Bauernstube (v.l.): Obmann Willi Schinagl, Christa Gratzer, Anni Hons, Vizebürgermeister Helmut Hattmannsdorfer, Renate Weber und Konrad Doblhammer (Foto: Hans Dumfarth)

An den verschiedenen Exponaten konnte die Entwicklung der Stadt und der Region eindrucksvoll verfolgt werden. Handwerker gab es zahlreiche. Zu Beginn des 17. Jahrhundert gab es schon einen Glaser. Mit Sachkenntnis und Liebe zum Detail verstand es Obmann Willi Schinagl die im Originalzustand gestalteten Werkstätten den Besuchern vorzustellen. Es gab Binder, Wagner. Zimmerer, Schuster, Schmiede, Sattler, Seiler. Die Obfrau der Goldhauben Anni Hons freute sich über die ausgestellten Exponate der Goldhauben.

Alte Kirchturmuhr

Als technische Rarität kann die alte Kirchturmuhr bezeichnet werden. In den Jahren 1774 bis 1966 zeigte die Turmuhr den Gallneukirchnern die genaue Uhrzeit.

Postwesen

Für die Entwicklung des Postwesens in der Region war die „Botenordnung“ Maria Theresias aus dem Jahr 1748 wichtig. Das erste Postamt in Gallneukirchen befand sich von 1856 bis 1891 im Haus Hauptstraße 5. Von 1891 bis 1972 am Marktplatz 8, anschließend wurde das Postamt in das Gebäude des Stadtamtes übersiedelt.Willi Schinagl schilderte mit viel Fachwissen die Entwicklung der evangelischen Diakonie. Der 1762 geborene Martin Boss war von 1806 bis 1816 kath. Pfarrer in Gallneukirchen. Seine Anhänger wurden Boosianer genannt. Durch das Protestantenpatent von Kaiser Franz Josef I von 1861 erfolgte die Gleichberechtigung zwischen den katholischen und evangelischen Bürgern, jedoch nicht der Kirchen. Bei den Führungen bekamen die Besucher einen lebhaft vermittelten Eindruck über die Entwicklung der Stadt Gallneukirchen. „Es gab so viel zu sehen, dass man gerne das Heimathaus nochmals besuchen wird,“ sagten manche Besucher.

Zum Heimatverein

Der Heimatverein Gallneukirchen wurde 1924 von Franz Jäger gegründet. Nach dessen Tod 1958 löste sich der Verein auf. 1972 wurde er von Ökonomierat Hubert Mittermayr (Ackerl) neu gegründet.


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