Gallneukirchnerin als Präsidentin an der Spitze der Volkskultur in Oberösterreich
GALLNEUKIRCHEN. Im Zuge der Neuwahlen des Vorstandes des OÖ Forum Volkskultur wurde die Gallneukirchnerin Christine Huber zur ersten weiblichen Präsidentin ernannt.

Vielfältige Volkskultur in Oberösterreich: in den Bereichen Musik, Gesang und Tanz, Trachten, Bräuche und kulturelles Erbe, Sprache, Literatur und Theater sowie Regionalforschung und Bildung engagieren sich rund 120.000 Menschen Oberösterreicher in etwa 3.500 Vereinen mehrheitlich ehrenamtlich. Das OÖ Forum Volkskultur vertritt als Dachverband alle diese Menschen, die in insgesamt 25 volkskulturellen Landesverbänden und Arbeitsgemeinschaften organisiert sind: vom Amateurtheater oder dem Blasmusik- und Chorverband bis hin zu den Heimat- und Trachtenvereinen oder der ARGE für Regional- und Heimatforschung.
Neuwahl nach plötzlichem Tod von Präsident Herbert Scheiböck nötig
Der überraschende Tod von Präsident Konsulent Herbert Scheiböck aus Thalheim bei Wels, Anfang dieses Jahres, machte eine vorgezogene Neuwahl im OÖ Forum Volkskultur erforderlich.
Zum ersten Mal eine Frau an der Spitze: Christine Huber aus Gallneukirchen
Mit der bisherigen Vizepräsidentin Konsulentin Christine Huber wurde nun zum ersten Mal eine Frau ins Präsidentenamt des OÖ Forums Volkskultur gewählt. Die ehemalige Schuldirektorin und Schulqualitätsmanagerin ist mit der Volkskultur in Oberösterreich seit vielen Jahren eng verbunden, etwa als Bezirksobfrau der Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppe Linz und als Vorstandsmitglied im Stelzhamerbund. Zudem ist sie Vorsitzende im Fachbeirat „Volksbildung, Brauchtum und Heimatpflege“ des OÖ Landeskulturbeirates. Im Vorstand des OÖ Forums Volkskultur ist sie bereits seit 2017 tätig. Mit Christine Huber stellte sich auch ein teilweise neu formierter Vorstand der Wahl. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Arbeit gemeinsam mit dem neuen Vorstand und den volkskulturellen Verbänden“, so Christine Huber.
Wichtig sei ihr, das Gemeinsame zu fördern und die Vernetzung zwischen den Verbänden zu unterstützen. Nicht zuletzt setze sie auf eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit, „denn wir müssen die Vielfalt der Volkskultur sichtbar machen.“
Ein Anliegen ist ihr auch, Menschen für die Volkskultur zu begeistern. „Wir können Wertvolles erhalten und es doch behutsam anpassen“, so Christine Huber.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden