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Neuer Pilgerweg stärkt den sanften Tourismus im Mühlviertel

Martina Gahleitner, 24.02.2026 11:33

WILHERING/URFAHR-UMGEBUNG. Von der Donau bis zur Moldau, großteils durch den Bezirk Urfahr-Umgebung, führt der neue Wilheringer Pilgerweg. Auf 132 Kilometern laden hier Natur, Kirchen und Klöster zum Weitwandern und zugleich zur spirituellen Reise ein. Eröffnet wird der neue Weg am 19. April beim Stift Wilhering.

Der 132 Kilometer lange Wilheringer Pilgerweg führt in sechs Tagesetappen von der Donau bis zur Moldau. (Foto: TVB Mühlviertel / Martin Sighart)

Am Anfang stand die Überlegung, die Wilheringer Pfarrhöfe im Mühlviertel in personalärmeren Zeiten einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Daraus entstand die Idee des Wilheringer Pilgerwegs, der das Zisterzienserstift Wilhering mit dem Stift Hohenfurth in Südböhmen verbindet. Letzteres wurde 1259 von Wilhering aus besiedelt. „Diese neue Verbindung, die dadurch zu unserem ehemaligen Tochterkloster Hohenfurth entstanden ist, finde ich sehr schön“, sagt Abt Reinhold Dessl und ergänzt: „In einer Zeit, wo kirchliches Leben mancherorts verdunstet und zugleich auch die Sehnsucht nach einer neuen geistlichen Verankerung spürbar wird, sind die Klöster verlässliche Orte des Gebetes, des Gottesdienstes und der kirchlichen Gemeinschaft.“

14 Kirchen laden entlang der Strecke zu geistlichen Impulsen ein, die von der Theologie der Zisterzienser und Benediktiner inspiriert sind. Der Weg führt durch die Gemeinden und Ortschaften Wilhering, Puchenau, Eidenberg, Geng, Zwettl, Bad Leonfelden, Hohenfurth/Vyšší Brod (CZ), Vorderweißenbach, Traberg, Waxenberg, Oberneukirchen, Neußerling, Gramastetten, Ottensheim.

Naturnaher Tourismus

Abt Dessl ist dankbar für die Mithilfe so vieler, die den Wilheringerweg möglich machten. Finanzielle Unterstützung gibt es durch das EU-Förderprogramm Leader. Auch der Tourismusverband Mühlviertel steht voll hinter der Initiative und unterstützt das Projekt bei der Vermarktung, bei Infrastruktur- und Informationsangeboten sowie in der Zusammenarbeit mit Gemeinden, Gastgebern und regionalen Partnern. „Der neue Pilgerweg verbindet spirituelle Tradition mit naturnahem Tourismus und stärkt die Region nachhaltig. Wir sehen großes Potenzial für sanften, ganzjährigen Tourismus. Der Weg schafft neue Nächtigungsimpulse, verlängert Aufenthalte und spricht Menschen an, die bewusst reisen, entschleunigen und die Landschaft intensiv erleben möchten. Gleichzeitig stärkt er die regionale Identität und Zusammenarbeit“, betont TVB-Geschäftsführer Markus Obermüller.

Sieben Pilgerwege im Mühlviertel

Pilgern oder Weitwandern hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des sanften Tourismus entwickelt. Neben Bewegung in der Natur stehen dabei Sinnsuche, Ruhe und regionale Begegnungen im Mittelpunkt. „Das Mühlviertel hat inklusive des neuen Weges dann sieben Pilgerwege. Die wachsende Zahl an Wegen zeigt, dass dieses Angebot stark nachgefragt wird und wesentlich zur Profilbildung der Region beiträgt“, ist Obermüller überzeugt.

Mehr Infos: 
www.wilheringerweg.at


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