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Generation 60+ wächst im Bezirk Urfahr-Umgebung deutlich

Michaela Aichinger, 02.03.2026 15:20

BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Die Bevölkerung wird älter – auch im Bezirk Urfahr-Umgebung. In den kommenden Jahrzehnten wird der Anteil der über 60-Jährigen deutlich ansteigen. Der OÖ Seniorenbund, der 2026 sein 70-Jahr-Jubiläum feiert, sieht darin Chancen – aber auch Herausforderungen.

LH a.D. Josef Pühringer, Landesobmann OÖ Seniorenbund, BR Franz Ebner, Landesgeschäftsführer OÖ Seniorenbund, NR Michael Hammer, LAbg.a.D. Bgm.a.D. Arnold Weixelbaumer, Bezirksobmann OÖ Seniorenbund Urfahr-Umgebung mit dem Bezirksvorstand Urfahr-Umgebung (Foto: ooesb.at)

Ein Blick auf die Bevölkerungsprognose zeigt die Entwicklung klar: In Oberösterreich wird die Zahl der über 60-Jährigen von 428.500 im Jahr 2025 auf 560.900 im Jahr 2050 anwachsen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 28 auf 34 Prozent steigen. Insgesamt wird sich die Bevölkerungszahl im selben Zeitraum von 1.537.000 auf 1.646.000 Menschen erhöhen.

Bezirk Urfahr-Umgebung über dem Landesschnitt

Noch deutlicher zeigt sich der Trend im Bezirk Urfahr-Umgebung: Hier wird der Anteil der Generation 60+ von 29 Prozent im Jahr 2025 auf 37 Prozent im Jahr 2050 steigen.

In absoluten Zahlen bedeutet das: Die Zahl der über 60-Jährigen wird von 25.900 auf 34.500 Personen wachsen – ein Plus von 8.600 Menschen. Die Gesamtbevölkerung wird im selben Zeitraum um rund 5.800 Personen zunehmen.

Auswirkungen auf Alltag und Versorgung

Die demografische Entwicklung betrifft viele Lebensbereiche. Besonders spürbar sind die Auswirkungen in den Bereichen Pflege, Gesundheit und Soziales. Aber auch Mobilität, Nahversorgung und Tourismus verändern sich.

Zudem rücken Themen wie Altersdiskriminierung, das Bild älterer Menschen in der Öffentlichkeit, deren Leistungen für die Gesellschaft sowie Einsamkeit stärker in den Fokus.

Gleichzeitig bringt die wachsende Generation 60+ auch Potenzial mit sich – etwa im Ehrenamt. Klar ist jedoch: In Pflege, Gesundheitsversorgung und sozialer Absicherung braucht es frühzeitig entsprechende Maßnahmen. Ebenso wichtig sind Angebote, Aktivitäten und eine konsequente Interessensvertretung.

6.627 Mitglieder im Bezirk

Der OÖ Seniorenbund ist im Bezirk Urfahr-Umgebung stark vertreten: Per 31. Jänner 2026 zählt er 6.627 Mitglieder in 26 Ortsgruppen. Damit ist rund ein Viertel der über 60-Jährigen im Bezirk organisiert.

Im vergangenen Jahr wurden 358 neue Mitglieder gewonnen.

Beim jährlichen Neumitgliederwettbewerb werden die erfolgreichsten Ortsgruppen ausgezeichnet – sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zur Mitgliederzahl.

In der absoluten Wertung des Neumitgliederwettbewerbs im Zeitraum von 1. Februar 2025 bis 31. Jänner 2026 liegt die Ortsgruppe Oberneukirchen-Waxenberg mit 37 neuen Mitgliedern an erster Stelle. Auf Platz zwei folgt Alberndorf mit 30 neuen Mitgliedern, dahinter reiht sich Ottensheim mit 26 Neuzugängen ein.

In der relativen Wertung, also gemessen am prozentuellen Zuwachs im Verhältnis zur jeweiligen Mitgliederzahl, belegt ebenfalls Oberneukirchen-Waxenberg mit 15,10 Prozent den ersten Platz. Dahinter folgen Hellmonsödt mit 10,48 Prozent sowie Ottensheim mit 9,74 Prozent.

„Vielfältiges Programm“

Die Ortsgruppen organisieren ein vielfältiges Programm und stehen in direktem Kontakt mit den Mitgliedern. Im Jubiläumsjahr sind zahlreiche Termine geplant (siehe Infobox).

„Als Seniorenbund im Bezirk Urfahr-Umgebung ist es uns und unseren 26 Ortsgruppen ein großes Anliegen, unseren Mitgliedern Jahr für Jahr ein vielfältiges Programm aus den Bereichen Sport, Bewegung, Kultur, Reisen und Information zu bieten. Besonders wichtig ist uns dabei auch der soziale Aspekt: Unsere Mitglieder sollen sich bei uns wohl und aufgehoben fühlen,“ erklärt Bezirksobmann LO-Stv. Arnold Weixelbaumer. „Mit unseren vielfältigen Angeboten bringen wir die Menschen zusammen und schaffen ein lebendiges, starkes Miteinander. Gemeinschaft ist bei uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis.“

Statements Landesobmann und Landesgeschäftsführer

„Die Generation 60+ wächst stark. In Bereichen wie dem Ehrenamt bringt das Vorteile mit sich. Gleichzeitig sind die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen aber eine der großen Herausforderungen der nahen Zukunft. In Bereichen wie Pflege, Gesundheitsversorgung oder sozialer Absicherung müssen jetzt die Weichen dafür gestellt werden. Ebenso wichtig sind Angebote und Aktivitäten sowie die Interessensvertretung dieser Generation – hier sieht der OÖ Seniorenbund seine Aufgabe“, erklären Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Franz Ebner.

„Mehr als 350 neue Mitglieder im Bezirk Urfahr-Umgebung sind Ausdruck von Aktivität, Begeisterung und großartigem Einsatz. Je mehr Mitglieder wir haben, desto gewichtiger unsere Stimme. Unser Dank gilt allen fleißigen Werberinnen und Werbern“, betonen Pühringer und Ebner.

„Die Ortsgruppen sind das Fundament unserer großen Gemeinschaft – sie stehen im direkten Kontakt mit den Mitgliedern, bieten ein großes Gemeinschaftsangebot und kümmern sich um die Wünsche und Anliegen“, so die beiden weiter.

70 Jahre OÖ Seniorenbund

Gegründet wurde der OÖ Seniorenbund am 26. Juni 1956 als „Österreichischer Rentnerbund – Landesgruppe Oberösterreich“. Anlass war die Einführung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes. Ziel war es, ältere Menschen bei der neuen Sozialgesetzgebung zu beraten, Orientierung zu geben und ihre Anliegen zu bündeln.

Heute zählt die Organisation mehr als 77.000 Mitglieder.

Zum Jubiläum sind unter anderem geplant: 25. Juni: Kranzniederlegung in Neukirchen am Walde; Juni: Festgottesdienst im Mariendom und Festakt im Musiktheater; Juni: Jubiläumswandertag in Inzersdorf im Kremstal; August: Festkonzert für ehrenamtliche Funktionäre; Weitere Eröffnungen der Wanderausstellung, Expertenforen und Seniorendialoge.

Weiters wurde eine Festchronik veröffentlicht.

Forderungspaket angekündigt

Zur Jahresmitte will der OÖ Seniorenbund ein umfassendes Forderungspaket präsentieren. Im Mittelpunkt stehen Pflege und Gesundheit, soziale Sicherheit, Digitalisierung, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Anerkennung der Leistungen älterer Menschen.

Viele Menschen wünschen sich, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Gleichzeitig gerät die Angehörigenpflege zunehmend unter Druck. Gefordert werden unter anderem der Ausbau und die Leistbarkeit der Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung, Verbesserungen bei der 24-Stunden-Betreuung sowie eine freie Wahl des Alten- und Pflegeheims.

Auch Prävention, Wertsicherung der Pensionen, Mobilität, Nahversorgung und Sicherheit sollen berücksichtigt werden.

  • 11. April: Festakt „70 Jahre OÖ Seniorenbund“ und Eröffnung der Wanderausstellung in Bad Leonfelden

  • 30. April: Bezirkstanzfest in Altenberg

  • 5.–8. Mai: Pilgern am Wilheringer Weg von Bad Leonfelden über Hohenfurth nach Neußerling

  • 6. Mai: Bezirkstarock in Alberndorf und Bezirkstennis in Bad Leonfelden

  • 13. Mai: Bezirks-Asphaltstock in Lichtenberg

  • 23. Juni: Bezirksknitteln in Schenkenfelden

  • 11. Juli: Besuch der Passionsspiele in St. Margarethen

  • 28. August: Bezirkswandertag in St. Gotthard

  • 4.–9. September: Jubiläumsreise nach Hamburg

  • 9. September: Bezirkskegeln

  • Laufend: Stammtische zu Künstlicher Intelligenz und elektronischer Datenverarbeitung


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