Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Altenberger Verein Acakoro bringt Hoffnung für Kinder in Kenia

Mag. Jacky Stitz, 31.03.2026 14:06

ALTENBERG. Das Hilfsprojekt Acakoro aus Altenberg schenkt Kindern in Kenia neue Perspektiven: Fußball und Bildung öffnen Wege aus schwierigen Lebenssituationen.

Stefan Köglberger aus Altenberg im neuen Stützpunkt in Homa Bay. (Foto: Acakoro)
  1 / 4   Stefan Köglberger aus Altenberg im neuen Stützpunkt in Homa Bay. (Foto: Acakoro)

Der Verein Acakoro setzt sich seit 2013 für Kinder aus den Slums von Nairobi (Hauptstadt von Kenia) ein – mit einem klaren Ziel: Kindern durch Bildung und Fußball nachhaltige Perspektiven und einen Weg aus der Armut zu eröffnen. 

Das Hilfsprojekt, welches von Lask-Jahrhundertfußballer Helmut Köglberger aus Altenberg sowie dem ehemaligen ÖFB-Präsidenten Leo Windtner initiiert wurde, wird auch nach dem Tod der beiden von einem Team aus Oberösterreich weiter betrieben.

Wo alles begann: Hoffnung im Slum Korogocho

Das Leben im Slum Korogocho in Nairobi ist von Armut, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit geprägt. Acakoro steht seit mehr als einem Jahrzehnt für die soziale Kraft des Fußballs. Mehr als 100 Mädchen und Jungen besuchen dank des Projekts Partnerschulen, trainieren vier bis fünf Mal wöchentlich Fußball, erhalten Nachhilfe, medizinische Betreuung, ein warmes Essen sowie Zugang zu Sanitäranlagen. Mitten im herausfordernden Alltag des Slums ist Acakoro zu einer Oase der Hoffnung geworden – ein Ort, der bereits hunderten Kindern neue Lebenswege eröffnet hat, sei es durch sportliche Entwicklung oder eine fundierte schulische Ausbildung. 

Bildung und Fußball unter einem Dach

Ein zentraler Entwicklungsschritt erfolgte 2025 mit der Eröffnung eines zweiten Standorts in Homa Bay County nahe dem Lake Victoria – einer ländlichen Region, die zu den ärmsten Kenias zählt. Dort betreibt Acakoro nun eine Tagesschule sowie ein Internat für aktuell knapp 25 Jungen, eine Verdoppelung ist möglich und geplant. Der autarke Campus mit Brunnen, Solaranlage, Garten, Küche und eigenem Fußballplatz bietet Kindern aus Nairobi und der Region einen geschützten Ort zum Lernen, Leben und Spielen. Am 24. September 2025 wurde die Acakoro Football Academy Homa Bay offiziell eröffnet. Auf einem elf Hektar großen Areal entstand damit die erste Fußballakademie Ostafrikas, die Bildung und Sport in dieser Form kombiniert. 

Wechsel an der Spitze des Vereins

Im November 2025 kam es zu einem Wechsel an der Vereinsspitze sowie zu einer Erweiterung des Vorstandsteams. Der Bad Kreuzener Gerhard Rumetshofer, beruflich Landessportdirektor in OÖ, ist neuer Obmann und folgt auf Willi Prechtl aus Dietach, der nach dem Ableben von Schirmherr Leo Windtner nunmehr als Präsident fungiert. Stefan Köglberger aus Altenberg, Sohn von Lask-Jahrhundertfußballer und Acakoro-Gründer Helmut Köglberger ist und bleibt weiterhin Geschäftsführer des Vereins. 

„Es ist mir ein großes Anliegen, die Idee und die Werte von Persönlichkeiten wie Helmut Köglberger und Leo Windtner weiterzutragen. Ich bin überzeugt, dass sie sich von Herzen gewünscht hätten, dass dieses Projekt fortgeführt wird, weiterlebt und Kindern eine Zukunftsperspektive bietet. Gemeinsam mit dem engagierten Team an ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer möchte ich den Verein in den nächsten Jahren nachhaltig weiterentwickeln und absichern. Dazu brauchen wir aber viele helfende Hände und hoffen auf viele Unterstützer und Spender“, so Rumetshofer. Er betont: „Mit einer Spende von 100 Euro kann Ernährung, Schule, Ausbildung und Fußball für einen Monat, mit einer Spende von 1.200 Euro für ein ganzes Jahr abgesichert werden. Denn, wenn Fußball mehr als ein Spiel ist, kann er Leben verändern.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden