Armut trifft Frauen in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Freistadt besonders stark
URFAHR-UMGEBUNG/FREISTADT. Steigende Kosten und fehlende Betreuung bringen viele Frauen in Bedrängnis. Auch in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Freistadt steigt der Bedarf an Hilfe.

Die Caritas-Sozialberatung unterstützte im Vorjahr 60 Frauen und 24 Männer in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Freistadt. Das sind um 35 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch 77 Kinder wurden mitversorgt. Hilfe ist nur durch Spenden möglich.
Alltag mit wenig Geld
Ein Beispiel ist Doris W., alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Trotz 30-Stunden-Job bleiben nach Fixkosten rund 790 Euro für drei Personen - das sind weniger als neun Euro pro Tag und Person. Zusätzlicher Druck entstand durch Schulden aus der Zeit nach der Karenz. Nach einem Gespräch bei der Caritas-Sozialberatung wurde Frau W. mit Lebensmittelgutscheinen geholfen, eine Gebührenbefreiung beantragt und über den Bildungsfonds offene Rechnungen für die Kinderbetreuung beglichen.
Hilfe durch Beratung
Die Caritas half mit Gutscheinen, Beratung und Unterstützung bei Anträgen. „Der Fall von Doris W. zeigt, wie schnell Frauen trotz Arbeit und aufgrund der Kinderbetreuung in existenzielle Not geraten können. Niederschwellige Beratung und konkrete Hilfe zur Selbsthilfe sind entscheidend. Dank der Spenden aus der Haussammlung können wir betroffene Familien rasch unterstützen und Perspektiven eröffnen“, sagt Cornelia Birklbauer, Leiterin der Sozialberatung Region Nord in Oberösterreich.
Spenden machen Hilfe möglich
Die Unterstützung ist nur durch Spenden möglich. Ehrenamtliche sammeln dafür wieder in den Pfarren.


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