Arzt (46) aus Kirchschlag organisiert Österreichs längsten Benefiz-Lauf für krebskranke Kinder
KIRCHSCHLAG. Adrian Mirtl aus Kirchschlag ist Kardiologe. Er hat selbst ein großes Herz, vor allem für Kinder, die an Krebs erkrankt sind. Für sie veranstaltet er den Tabu-Charity-Lauf, der am 2. Mai in Bregenz startet und über Innsbruck, Salzburg, Linz bis nach Wien führen wird. Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe OÖ zugute. „Es kann jeder mitmachen, der will“, so der sportliche Arzt, der selbst gerne läuft und in Puchenau eine Ordination führt.

„Dieser Lauf ist der längste Österreichs im Charity- und Teamformat“, berichtet Mirtl im Tips-Interview. Dabei gibt es drei Strecken. Den vollen Lauf von Bregenz (774 km), den halben Lauf von Salzburg (398 km) und den kurzen Lauf beziehungsweise den Soften von Linz (258 km). „Ziel ist stets in Podersdorf. Man läuft im Team zu zweit oder zu viert und organisiert sich selbst. Es gibt keine Zeitlimits. Man kann sich die Strecke frei aufteilen“, klärt der Kardiologe auf.
Ins Leben gerufen wurde der Tabu-Lauf 2025, „wo wir erstmals zu viert von Bregenz nach Wien gelaufen sind. Hier sammelten wir Spenden auf dem Weg und andere konnten mitlaufen und so spenden“, sagt der Kardiologe, der in Puchenau seine Ordination führt. Dabei gingen bereits mehr als 150 Teilnehmer an den Start: „Wir konnten mehr als 10.000 Euro für die Kinderkrebshilfe sammeln. Da war für uns klar: we will be back. Und da viele den Wunsch äußerten, auch mit einem Team die ganze Strecke antreten zu wollen, haben wir heuer die Anmeldung frei zugänglich gemacht“, so der 46-jährige Vater dreier Söhne.
Der gesamte Erlös 1:1 an die Kinderkrebshilfe OÖ
Wie er überhaupt auf die Idee kam, einen Charity-Lauf zu gründen? „Ich bin durch meinen Beruf leider immer wieder mit tragischen Fällen konfrontiert. Die Idee kam mir aufgrund eines tragischen Todesfalls im Bekanntenkreis. Da ich verrückte Herausforderungen liebe und gerne an die Grenzen gehe, war die Idee sehr spontan und schnell auf dem Tisch.“ Unterstützung bekommt er hier von seiner Familie, von Norbert Lüftenegger und der Kinderkrebshilfe Oberösterreich.
So läuft es ab
Start ist am 2. Mai um 7 Uhr in Bregenz an der Mole für die Volldistanz, am 6. Mai um 7 Uhr in Salzburg für die Halbdistanz und am 7. Mai um 19 Uhr in Linz für die Kurzdistanz: „Jedes Team bekommt einen GPS-Tracker und natürlich die Streckendaten per GPX und dann geht es los. Man kann auch ein kleines Teilstück der Strecke mitlaufen“, erklärt Mirtl den Ablauf.
Und wer kann teilnehmen? „Jeder, der auf zwei Beinen laufen kann – fürs kurze Mitlaufen reicht das allemal. Je länger die Strecke ist, desto fitter sollte man halt sein. Der Tabu-Lauf ist der längste Lauf in Österreich, aber auch der lockerste und nicht wettbewerbsorientiert. Wir zelebrieren Gemeinschaft und Zusammenhalt und helfen einander. Man glaubt gar nicht, wozu der eigene Körper fähig ist“, weiß der begeisterte Läufer. Und ergänzt: „Neu ist heuer auch, dass es eine offene Anmeldung gibt, es kann also jeder mitmachen, der will.“
Warum möglichst viele Leute mitmachen sollten? „Um ein Zeichen für das Gute und vor allem für die kranken Kinder zu setzen. Außerdem ist es ein unglaubliches Abenteuer. Und weil man in Zeiten von Trump und Putin das Gefühl hat, dass das Böse gewinnt. Deshalb ist es so wichtig, so viel Gutes zu tun, wie es einem nur möglich ist. Und im Falle des Tabu-Laufs macht das auch noch richtig Spaß“, hofft Mirtl auf viele Teilnehmer. Denn man kann neben der Halb- und Kurzdistanz auch einfach nur ein paar Kilometer oder einen Yard mitlaufen. Durch die Spendegebühr der startenden Teams und auch den kleinen Spendebeiträgen der Mitläufer soll möglichst viel Geld für die Kinderkrebshilfe zusammenkommen.
Startgeld
Startgeld für einen Yard (6,7 km) sind zehn Euro. „Wird aber nicht allzu genau genommen, jeder kann so weit mitlaufen, wie er mag“, so Adrian Mirtl. Die Anmeldung schließt am 10. April, da die GPS-Tracker für die Teams eine gewisse Vorlaufzeit brauchen. Daher sollte man sich als Team rasch anmelden. Fürs Mitlaufen über einen Yard oder mehr gibt es keinen Nennschluss, das ist sogar noch während des Events möglich.


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