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Leserbrief aus Mittertreffling: "Warum die Stadtbahn nach Pregarten jetzt Tempo braucht"

Mag. Jacky Stitz, 05.05.2026 15:50

ENGERWITZDORF/MITTERTREFFLING. Stephan Mittendorfer aus Mittertreffling, Gemeinde Engerwitzdorf, hat seine Meinung zum Tempo der Umsetzung der Regionalstadtbahn Linz in einem Leserbrief kundgetan: „Niemand versteht, warum die Umsetzung nicht schneller erfolgt.“

Leserbrief-Schreiber Stephan Mittendorfer aus Mittertreffling "kann nicht nachvollziehen, weshalb die Bauabschnitte nicht parallel und möglichst zügig umgesetzt werden." (Foto: Tips)

Er selbst ist ein direkt Betroffener und schreibt unter dem Titel „Stau-Frust und Sprit-Sorgen: Warum die Stadtbahn nach Pregarten jetzt Tempo braucht“ folgendes:

„Während die ersten modernen Tram-Trains für den Linzer Zentralraum bereits im Testbetrieb rollen, blicken tausende Pendler aus dem unteren Mühlviertel hoffnungsvoll, aber auch ungeduldig in Richtung Landeshauptstadt. Die geplante Regional-Stadtbahn von Linz über Gallneukirchen nach Pregarten ist längst kein Luxusprojekt mehr – sie ist die wirtschaftliche Lebensversicherung für eine Region, die unter der Last des Individualverkehrs und explodierender Mobilitätskosten ächzt.

Nadelöhr B124 - Geduldsprobe auf dem Asphalt: Jeden Morgen das gleiche Bild: Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Blechlawinen über die B124 und die S10 Richtung Linz. Mit über 20.000 Fahrzeugen täglich am Knoten Unterweitersdorf ist die Kapazitätsgrenze nicht nur erreicht, sondern längst überschritten. Für die Pendler aus Pregarten und Umgebung bedeutet das: Wertvolle Lebenszeit geht im Stop-and-Go verloren.

„Wir können es uns schlicht nicht mehr leisten, die Schiene auf die lange Bank zu schieben“, heißt es aus den Pendlergemeinden. Die Stadtbahn verspricht eine Fahrzeitgarantie, die das Auto im Berufsverkehr niemals bieten kann.

Die Kosten-Falle: Spritpreise fressen Einkommen. Doch es ist nicht nur die Zeit, die verloren geht. Der Blick auf die Zapfsäulen im April 2026 schmerzt: Trotz leichter Entspannung in den letzten Wochen stabilisieren sich die Preise für Diesel bei rund 1,88 Euro und für Superbenzin bei ca. 1,68 Euro. Für einen Pendler, der täglich die Strecke Pregarten–Linz (ca. 50 Kilometer hin und zurück) zurücklegt, summiert sich das allein an Treibstoffkosten auf über 200 Euro im Monat – Verschleiß und Versicherung noch gar nicht eingerechnet.

Das Einsparpotenzial im Check: Ein Umstieg auf die Stadtbahn mit dem Klimaticket OÖ würde die monatlichen Mobilitätskosten für viele Haushalte um mehr als 60 bis 70 Prozent senken. In Zeiten, in denen die Lebenshaltungskosten ohnehin hoch sind, wäre die Stadtbahn die effektivste „Entlastungsmilliarde“ direkt im Geldbörserl der Bürger.

Schulterschluss für die rasche Umsetzung. Die technischen Vorbereitungen laufen: Baugrunderkundungen im Korridor Gallneukirchen/Pregarten haben bereits begonnen, und die Konzessionen für das Linzer Stadtgebiet sind erteilt. Doch die Bevölkerung fordert eine Beschleunigung. Die Vision ist klar: Einsteigen in Pregarten, umsteigefrei durchfahren bis zum Linzer Hauptbahnhof – und das in modernen, barrierefreien Zügen, die im dichten Takt verkehren.

Die Stadtbahn ist mehr als nur ein Schienenprojekt. Sie ist die Antwort auf die Klimafrage und die soziale Antwort auf die Teuerungswelle an den Tankstellen. Jeder Tag, den die Umsetzung früher erfolgt, spart den Menschen im Mühlviertel bares Geld und Nerven.

Weshalb werden die Bauabschnitte nicht parallel und möglichst zügig umgesetzt?“.

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen. Leserbriefe an redaktion-urfahr@tips.at unter dem Betreff „Leserbrief“ senden.


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