Ferdinand Kaineder: Pilgern schafft neue Perspektiven und stärkt den Zusammenhalt
OTTENSHEIM. Pilgern ist für Ferdinand Kaineder aus Ottensheim weit mehr als ein religiöser Brauch. Anlässlich des Weltpilgertages am 26. Juli betont der Präsident der Katholischen Aktion Österreich die gesellschaftliche Kraft des gemeinsamen Unterwegsseins.

In einer Zeit globaler Krisen und kriegerischer Auseinandersetzungen sollen zukunftsweisende Impulse vom gehenden Pilgern ausgehen. „Langsames Unterwegssein schafft Raum für Begegnung, Reflexion und Solidarität“, sagt Kaineder, der selbst seit vielen Jahren auf Pilgerwegen unterwegs ist. Seine persönlichen Erfahrungen hätten ihn gelehrt, dass das Gehen nicht nur den Körper in Bewegung bringe, sondern auch den Blick auf die Welt verändere.
Gerade in Zeiten von Kriegen, Klimakrise und gesellschaftlicher Spaltung könne Pilgern Brücken bauen und Menschen miteinander verbinden.„Das Pilgern gibt Identität von innen her und führt dazu, die Welt immer wieder neu zu sehen.“
Gerechtigkeit, Fairness, Gastfreundschaft
Zum Weltpilgertag will die Katholische Aktion auch an die Millionen Menschen erinnern, die weltweit auf der Flucht sind. Ihr Unterwegssein sei keine freiwillige Entscheidung, sondern Überlebensnotwendigkeit. Pilgern wird so zur Mahnung: „Gerechtigkeit, Fairness und Gastfreundschaft müssen im Mittelpunkt stehen“, betont Ferdinand Kaineder.
100 Pilgerrouten in Österreich
Dass Pilgern heute viele Menschen anspricht, zeigt das Angebot in Österreich. Mehr als 100 Pilgerrouten mit einer Gesamtlänge von rund 30.000 Kilometern laden ein, sich auf den Weg zu machen. Kaineder ermutigt, diese Möglichkeiten zu nutzen: „Pilgern ist niedrigschwellig, inklusiv und generationsübergreifend.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden