Neue Busverbindung nach Vyšší Brod im Praxistest
ZWETTL/RODL. Eine Fahrt von Zwettl an der Rodl über Bad Leonfelden nach Vyšší Brod zeigt, dass die neue grenzüberschreitende Busverbindung gut funktioniert. Sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt klappen die Anschlüsse, die Busse sind pünktlich und gut aufeinander abgestimmt, wie etwa Herbert Enzenhofer, Fraktionsobmann der SPÖ Zwettl, und Helmut Mitter, der Bezirksvorsitzende der SPÖ, berichten. Sie selbst haben gemeinsam eine Testfahrt unternommen.

Die Fahrt führte von Zwettl an der Rodl mit einem Umstieg in Bad Leonfelden weiter nach Vyšší Brod. Ungewohnt ist, dass der Bus in Bad Leonfelden an der Haltestelle in Richtung Linz ankommt und von dort auch wieder in Richtung Tschechien abfährt. Dennoch konnten alle Anschlüsse problemlos erreicht werden, halten die beiden Mühlviertler bei der Testfahrt fest.
Nach der Ankunft in Vyšší Brod folgte eine Wanderung nach Maria Rast, zu den Wolfgang-Wasserfällen und hinauf zum Kloster. Auch bei der Rückfahrt verliefen die Umstiege reibungslos.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit werde dadurch praktisch erlebbar
Die Busverbindung zeigt nach Ansicht der Teilnehmer, dass öffentlicher Verkehr über die Grenze funktionieren kann. Nach vielen Jahrzehnten der Trennung sei es ein wichtiges Zeichen, dass Mobilität zwischen Österreich und Tschechien wieder einfacher möglich werde.
Täglich fahren unzählige Fahrzeuge durch Zwettl in Richtung Tschechien. Viele Menschen nutzen die Strecke für Einkäufe, Massagen oder kosmetische Dienstleistungen. Besonders an Wochenenden sei die Verkehrsbelastung deutlich spürbar. Eine funktionierende Busverbindung könne diese Situation zwar nicht vollständig lösen, aber einen ersten Beitrag zu einer gemeinsamen und entlastenden Mobilität leisten.
Pilotphase
„Diese Busverbindung kann in weiterer Folge eine Entlastung bringen, auch wenn wir uns vorerst keine große Entlastung erwarten. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Grenzüberschreitender öffentlicher Verkehr ist möglich“, erklären der Bezirksvorsitzende der SPÖ, Helmut Mitter, und der Zwettler SPÖ-Vorsitzende Herbert Enzenhofer.
Entscheidend ist nun, wie es nach der Pilotphase weitergeht und ob die Verbindung dauerhaft gesichert wird. Offen ist auch, ob künftig eine Finanzierung aus Österreich erfolgt.








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