Disput über Essenspreiserhöhung in Gramastetten
GRAMASTETTEN. Die Tarife für die Essensbeiträge im Schulzentrum, Kindergarten und in der Krabbelstube wurden in der letzten Gemeinderatssitzung in Gramastetten beschlossen. Kritik zur Beitragserhöhung übt hier die SPÖ-Fraktionsobfrau Andrea Pawlicek. Bürgermeister Haral Kogler (ÖVP) zeigt sich von dieser überrascht. Tips fragte nach.

Die Erhöhung mache 25 Prozent aus, informiert etwa Andrea Pawlicek. Dies sei laut SPÖ Gramastetten eine unsoziale Erhöhung, die zu Lasten der Familien in Gramastetten ginge. „Bisher war es üblich, die Beiträge jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex zu erhöhen. Da die Gemeinde jedoch sparen muss, wurde hier mit den Stimmen der ÖVP der neue Tarif beschlossen.“
Das heißt in Zahlen Folgendes: In der Krabbelstube steigt der Beitrag von 3,60 auf 4,50 Euro und in der Mittelschule von 4,60 auf 5,80 Euro an.
Pawlicek findet, „es ist nicht vertretbar, dass die Familien von Gramastetten die Sparpolitik der Gemeinde mitfinanzieren müssen, und es ist zu befürchten, dass die Kinder sich eher eine Jause holen statt einer ausgewogenen Mahlzeit im Schulrestaurant.“ Laut der SPÖ-Fraktionsobfrau haben auch andere örtliche Fraktionen gegen die Erhöhung gestimmt. Unter anderem mit dem Argument, „dass es bessere Möglichkeiten zum Sparen in der Gemeinde gäbe.“
Statement von Bürgermeister Harald Kogler dazu
Auf Tips-Anfrage hält der Gramastettner Bürgermeister Harald Kogler (ÖVP) dazu fest: „Die Tarifanpassungen wurden in einem mehrstufigen Prozess im zuständigen Ausschuss und im Gemeindevorstand ausführlich beraten und auch von jenen Fraktionen mitgetragen, die sie nun öffentlich kritisieren. Die Tarifanpassungen wurden nicht kurzfristig beschlossen. Sie wurden im zuständigen Ausschuss und danach auch im Gemeindevorstand ausführlich besprochen und gemeinsam erarbeitet. Dabei ging es darum, eine Lösung zu finden, die für die Familien vertretbar ist, aber auch die finanzielle Situation unserer Gemeinde berücksichtigt. Besonders wichtig ist uns allen die Qualität unserer Schulausspeisung. Das Essen wird täglich frisch zubereitet und erfüllt einen hohen Qualitätsanspruch. Die tatsächlichen Herstellungskosten liegen derzeit bei rund 6,50 Euro pro Portion.“
Sein Ziel sei es vielmehr, „die Qualität unserer Kinderbetreuung und der Schulausspeisung zu erhalten, verantwortungsvoll mit dem Geld der Gemeinde umzugehen.“








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