Begrenzung des Klimawandels als Herausforderung für Menschheit
URFAHR-UMGEBUNG. 91 Klima- und Energiemodellregionen gibt es österreichweit. Ihr gemeinsames Ziel: 100 Prozent Versorgung mit erneuerbarer Energie. Auch im Mühlviertel gibt es vier diesen „KEMs“ und seit 2012 ist auch die Region sterngartl-gusental in diesem Programm.

Alle 18 Gemeinden haben sich dazu bekannt, gemeinsam ein Vorbild für andere Regionen zu sein. Seit April steht der Region mit Simon Klambauer auch ein neuer KEM-Manager zur Verfügung: „Die Begrenzung des Klimawandels ist die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Um das von der UNO in Paris beschlossene Ziel – maximale Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius – erreichen zu können, müssen die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen in Österreich gegen null reduziert werden“, erklärt er den Antrieb hinter seinem Engagement. So wird die KEM sterngartl-gusental in den kommenden drei Jahren wieder Aktivitäten und Projekte in folgenden Themenfeldern umsetzen: Reduktion des Energieverbrauchs, Erneuerbare Energie, Bewusstseinsbildung, Mobilität, Bauen und Sanieren sowie Lebensstil und Ressourcenschonung. Ganz konkret stehen aktuell Elektroautotestwochen, die Übergabe des KEM-Kinderbuches für die Volksschulen der Region, Spritspartrainings und ein neues Klimaschulenprojekt ganz oben auf der Agenda. „Mit dem hauptamtlichen KEM-Manager haben die Gemeinden, Betriebe und Bürger der Region eine erste Anlaufstelle in Sachen Energie und Klimaschutz, die auch in Bezug auf Förderungen immer aktuell informiert“, erklärten Bürgermeisterin Karin Kampelmüller und Bürgermeister Martin Tanzer, die als Obleute der Trägervereine politisch für die Klima- und Energiemodellregion verantwortlich zeichnen.
Vorbildfunktion der Gemeinden
Mit dem überarbeiteten Internetauftritt, dem regelmäßig erscheinenden KEM-Newsletter und der Facebookseite werden aktuelle Informationen auch laufend verbreitet. Persönlich ist der KEM-Manager immer montags im LEADER-Büro im Haus am Ring in Bad Leonfelden erreichbar. Durch den regelmäßigen Austausch und die gute Kooperation konnte mit den Schwesterregionen aus dem Mühlviertel auch das regionsübergreifende e-Carsharing-Angebot MühlFerdl entwickelt und umgesetzt werden. In den Modellregionsgemeinden Altenberg, Alberndorf und Gallneukirchen stehen diese e-Autos zum Teilen bereits zur Verfügung und erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Moment ist noch ein weiterer Standort in Bad Leonfelden in Planung. Die Gemeinden der KEM profitieren auch von speziellen Förderprogrammen, die ihnen für erneuerbare Energieprojekte und Gebäudesanierungen zur Verfügung stehen. So wurden in den letzten Jahren beispielsweise viele öffentliche Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen zur Sonnenstromerzeugung ausgestattet oder mehrere öffentliche e-Ladestationen errichtet. „Durch diese Projekte wird die Vorbildfunktion der Gemeinden sichtbar und Bürgerinnen und Unternehmen werden motiviert, ebenso aktiv zu werden“, ist Bürgermeister Reingruber, ehrenamtlicher KEM-Manager der vergangenen Periode, überzeugt.
Kontakt
Simon Klambauer ist unter 0650/2732984 oder per E-Mail kem@sterngartl-gusental.at erreichbar.


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