Wespengift-Allergie: Sicherer Schutz vor einem folgenschweren Stich
ÖSTERREICH. Essen im Gastgarten, Picknicken im Park, Grillen mit Freunden – diese Freuden der warmen Jahreszeit können vor allem durch eins getrübt werden: Wespen. Für mehr als 200.000 Österreicher ist ihre Anwesenheit jedoch nicht einfach nur lästig, sondern eine echte Gefahr. Sie reagieren allergisch auf ihren Stich.

Eine Wespengift-Allergie ist der häufigste Grund einer schweren, mitunter lebensbedrohlichen allergischen Reaktion bei Erwachsenen. So gefährlich sie ist, so gut ist sie durch eine gezielte Diagnose festzustellen und durch eine Insektengift-Immuntherapie behandelbar. Die Erfolgsrate beträgt nahezu 100 Prozent.
Einzige Behandlung
„Bedrohlich wird es, wenn die allergische Reaktion den ganzen Körper erfasst und es zusätzlich zu Schwellungen im Gesicht oder Hals, Kribbeln an den Hand- und Fußinnenflächen, Übelkeit, Atemnot, Schwindel oder Herzrasen kommt“, erklärt Wolfram Hötzenecker, Vorstand der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Kepler Universitätsklinikum in Linz. Als Behandlung kann nur eine korrekt ausgeführte allergen-spezifische Immuntherapie (AIT) vor einer übermäßigen allergischen Reaktion laut dem Mediziner sicher schützen. Dabei bekommt der Patient monatlich den Allergie-Auslöser über einen Zeitraum von drei, besser aber fünf Jahren, in den Oberarm injiziert. Hötzenecker: „Um ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern und lebensgefährliche Situationen vorzubeugen, sollten Insektengift-Allergiker die Gefahr ernst und sich die Zeit für eine Therapie nehmen. Es zahlt sich aus.“
Wichtige Kontaktadresse
Das neue Allergie Zentrum im Kepler-Universitätsklinikum in Linz ist für alle Anfragen und Termine von Montag bis Freitag von acht bis zwölf Uhr unter der Telefonnummer 05/7680 83-4115 erreichbar.


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