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GALLNEUKIRCHEN/OÖ. Die Betriebsräte von Seniorenheimen der Diakonie, der Caritas und des Sozialhilfeverbands haben gemeinsam eine Kampagne gestartet. Mit dieser soll auf die Probleme bei der Personalausstattung und auf die Überbelastung der Mitarbeiter hingewiesen werden.

 (Foto: kazoka/shutterstock.com)
(Foto: kazoka/shutterstock.com)

„Den Beschäftigten reicht es: Kaum angekommen sind die medienwirksam präsentierten Verbesserungen – diese ernüchternde Bilanz zeigt sich knapp zwei Jahre nach dem ersten gemeinsamen Auftreten der Belegschaften von Oberösterreichs Alten- und Pflegeheimen“, heißt es in der Aussendung zu der Kampagne.

2.000 Unterschriften

Zur Erinnerung: Bereits im Sommer 2019 haben 2.000 Fachkräfte aus der stationären Altenbetreuung einen Offenen Brief an Landeshauptmann Thomas Stelzer unterzeichnet. Dieser enthielt den Appell, die sich zuspitzende Personalnot durch deutliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen zu entschärfen. Dieser habe damals laut der Aussendung zwar Verständnis gezeigt – nachhaltige Maßnahmen, wie die Erhöhung des 25 Jahre alten Personalschlüssels oder eine deutliche Anhebung der Gehälter hätte es aber nicht gegeben.

Zusatzbelastung Covid-19

Eine zusätzliche Verschärfung sei schließlich durch die Corona-Krise eingetreten. Diese habe nicht nur Zusatz-Belastungen sondern auch hohe Ausfallsquoten mit sich gebracht. Dieser Notstand führe nun erneut zu Kundgebungen im SHV, bei der Caritas und dem Diakoniewerk. Sie seien der Auftakt zu einer Postkartenaktion, die sich persönlich an alle Bürgermeister und Landespolitiker in OÖ wenden soll. Als Diakonie-Einrichtungen seien im Bezirk Urfahr-Umgebung neben den Häusern des SHVs in Gallneukirchen das Haus Abendfrieden und das Haus Elisabeth mit dabei.

Die Forderungen

Konkret gefordert werde unter dem Motto „Menschen würdig pflegen kostet mehr – Für mehr Personal in Heimen“ ein Extra-Budget vom Land OÖ, damit gesunde Arbeitsbedingungen, zusätzliches Personal und bessere Entlohnung möglich werden.

„Imagekampagnen zur Bewerbung des Berufs „AltenfachbetreuerIn“ sind langfristig wirkungslos, wenn sich an den tatsächlichen Bedingungen nichts ändert. Erst wenn diese Branche wirklich attraktiver wird und Ausbildungen/Umschulungen voll entlohnt werden, wird sich die Personalnot verbessern“, betont Gudrun Bernhard, Betriebsrätin beim Diakoniewerk OÖ. Ebenfalls Betriebsrat beim Diakoniewerk ist Berthold Weichselbaumer, der zu Bedenken gibt: „Vollzeitarbeit in dieser Branche fordert physisch und psychisch und geht auf Dauer zu Lasten der eigenen Gesundheit. Eine kräftige Lohnerhöhung würde ein Auskommen auch mit weniger Wochenstunden ermöglichen.“


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