Seminar „Den Kindern in die Seele schauen“ in Kirchschlag mit der Zwettlerin Evelyn Enzenhofer

Mag. Jacky Stitz Tips Redaktion Mag. Jacky Stitz, 24.11.2022 15:21 Uhr

ZWETTL/KIRCHSCHLAG. „Kinder sind immer schon mein Herzensanliegen. Diesen Teil meiner beruflichen Tätigkeit liebe ich ganz besonders, denn aus dem Unbewussten Lösungen und Hilfestellungen anbieten zu können, ist ein ganz besonderes Geschenk“, fasst Evelyn Enzenhofer zusammen. Sie bietet professionelle Unterstützung bei einem Seminar am Samstag, 3. Dezember im Bildungshaus Breitenstein, wenn es darum geht, „Kindern in die Seele zu schauen“. Was damit gemeint ist, berichtet sie im Tips-Interview.

„Kinder sind immer wieder unser Spiegel“, weiß Enzenhofer aus Erfahrung und ergänzt: „Je kleiner und jünger die Kinder sind, desto mehr zeigen sie uns auf, wo wir als Mama oder Papa, als Eltern oder gesamte Familie stehen. Wenn wir diese Sprache der Kinderseele, welche aus der unbewussten Seite der Kinder kommt, hören, verstehen lernen und als Eltern Verantwortung übernehmen, dann werden unsere Kinder immer freier und ihr Potential kann sich in vollem Ausmaß entfalten.

Tips: Kindern in die Seele schauen: was meinen Sie damit?

Enzenhofer: Kinder sind immer wieder unser Spiegel. Symptome, Befindlichkeiten, Verhaltensmuster, Krankheiten und Emotionen unserer Kinder haben viel Information für uns. Die Sprache der Seele kommt aus dem Unbewussten, von der Ebene wo Kinder aus Liebe zu ihrem Familiensystem mit dem Blick der Seele zu schweren Ereignissen und Schicksalsschlägen bis weit zurück in die Vergangenheit schauen und dann oftmals die Gesundheit, Leichtigkeit und Freude drastisch eingeschränkt ist. Wird die Ordnung der Liebe wieder hergestellt, werden die Wurzeln der Kinder auf tiefster Ebene gestärkt.

Welche Bedeutung haben Kinder allgemein für Sie?Kinder sind mir ein Herzensanliegen. Mein Herz schlägt schon immer für Kinder, ihre Bedürfnisse und ihr Wohlergehen. Sie sind es, die sich mit kleinen Füßen die Welt und Herzen erobern. Schon bereits in der Vergangenheit, in den sechs Jahren meiner beruflichen Laufbahn als EKiZ-Leiterin, habe ich mich da ein Stückweit verwirklichen können. Ich arbeite sehr gern in meiner Praxis mit Kindern und es fällt mir sehr leicht, zum Wesenskern des Anliegens auf eine ganz achtsame Art und Weise vorzudringen. Ich freue mich auch sehr über das Vertrauen, welches mir seitens der Eltern entgegengebracht wird.

Haben Sie denn selbst Kinder?Ich hab zwei Kinder. Meine Tochter Katharina, sie ist 24 Jahre alt und meinen Sohn Dominik, der ist 22 Jahre alt. Beide Kinder sind schon ausgezogen und genießen es, nach Hause zu Mama und Papa auf Besuch zu kommen bzw. bei unserer Hündin Coco vorbeizuschauen. Das Muttersein hat mich immer sehr erfüllt und bin jetzt noch sehr gern Mutter unserer erwachsenen Kinder.

Wer ist für den Termin am Samstag, 3. Dezember denn die Zielgruppe und werden solche Seminare öfter angeboten?

Jeder der interessiert an diesem Thema und offen für diese Sichtweise bzw. diesen Ansatz ist , ist willkommen. Jedoch sind es meistens Eltern, welche sich angesprochen fühlen. Aber auch erfreulicherweise immer wieder Kindergarten- und Hortpädagoginnen, sowie grundsätzlich Pädagoginnen.Ja, ich hab in der Vergangenheit schon immer wieder Vorträge und Seminare zu diesem Themenschwerpunkt angeboten und abgehalten. Ich biete jeden Themenschwerpunkt ein Mal jährlich an, da mein laufender Praxisbetrieb die zeitlichen Ressourcen in einem hohen Ausmaß bindet.Was ich wirklich kontinuierlich und laufend in einem Abstand von etwa sechs Wochen anbiete sind Geistig-Systemische Familienaufstellungen, eingebettet in Gruppenprozesse.

Welche Ausbildungen haben Sie dazu absolviert?

Ich hab die Ausbildung zur Dipl. Systemischen Kinesiologin im Dezember 2010 abgeschlossen, danach jene zur Systemischen Aufstellungsleiterin und Diplom Lebensberaterin 2016. Ab diesem Zeitpunkt hat sich das Angebot mit Beratungen als Lebens- und Sozialberaterin erweitert. Die Bezeichnung Psychologischer Berater ist gleichzusetzen bzw. der neue Wortlaut für Lebens- und Sozialberater. In der Selbständigkeit mit eigener Praxis bin ich seit 2010 tätig.

Lebensberatung und Familienstellen - was ist das eigentlich?

In der Lebensberatung bin ich als Psychologische Beraterin für Menschen da, welche sich in herausfordernden Lebenssituationen oder Krisensituationen befinden. Jedoch auch für Menschen, welche grundsätzlich mehr Raum und Aufmerksamkeit für Klarheit und Neuorientierung möchten. Ich begleite und unterstütze Menschen vom Annehmen von Lebenssituationen, Ereignissen, Schicksalsschlägen, Veränderungen, bis hin zu einer Neuausrichtung. Ich gehe mit ihnen auch ein Stück des Weges, um mit der Vergangenheit in ihrem Innersten Frieden schließen zu können. Die Krise als Wendepunkt wahrzunehmen und gestärkt aus der Veränderung herauszugehen. Der Weg zur Veränderung führt über die Selbstreflexion. Ich leite Menschen an, damit sie den Blick für den “Reichtum” in sich selbst und um sich herum wahrnehmen können, der sie nährt. Zum Familienstellen: Wir alle tragen in uns den tiefen Wunsch nach gesehen werden, geliebt werden und dazuzugehören. Um diese Bedürfnisse zu stillen, sind wir aus Liebe zu unserem Familiensystem sogar bereit unserer wahres Selbst beiseite zu schieben und durch Glaubens- und Verhaltensmuster und diverse Strategien zu ersetzen. So wichtig und unerlässlich diese Programme und Gewohnheiten für unsere Entwicklung waren, so sehr können sie später ein Hindernis auf dem eigenen Lebensweg sein. Manche Muster, Überzeugungen, Verstrickungen haben wir unbewusst übernommen und sind nun die Grundlage für Schwierigkeiten, belastete Situationen, Krisen, Erfolglosigkeit und vieles mehr… Die systemische, geistige Aufstellungsarbeit ist eine Methode und Möglichkeit für “Innere Ordnung”, Aussöhnung mit den Ahnen bzw. schicksalhaften Ereignissen zu sorgen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

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