Gemeindevertreter kritisieren den derzeitigen Schutz des Trinkwassers
BEZIRK. „Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig, darum braucht es jetzt mutige und nachhaltige Maßnahmen zum Schutz unseres Trinkwassers. Schöne Worte und Lippenbekenntnisse alleine sind zu wenig.“

Mit diesem Appell des SPÖ Gemeindenetzwerks Urfahr-West an die OÖ-Landesregierung schlagen SPÖ-Politiker der Gemeinden Walding, St. Gotthard, Ottensheim, Puchenau und Feldkirchen Alarm. „Wenn unsere Landespolitiker nur wollten, könnten sie schon morgen effektiven Grundwasserschutz beschließen“, glaubt David Allerstorfer aus Feldkirchen und verweist auf einen Entwurf der Schongebietsverordnung aus dem Jahr 2016, der nach seinen Angaben „unser Trinkwasser großflächig geschützt hätte.“
Auch Chancen für die Landwirtschaft
Auch vom Waldinger Vizebürgermeister Helmut Mitter kommt Kritik: „Die Variante, die jetzt umgesetzt werden soll, weist eine geschützte Fläche aus, die viel kleiner ist. Großflächige Schutzzonen für unser Trinkwasser wurden ausgespart.“ Das regionale Parteinetzwerk der SPÖ sieht im nachhaltigen Trinkwasserschutz in Kombination mit einer ökologisch sinnvollen Förderpolitik auch Chancen für die kleinstrukturierte Landwirtschaft in der Region. Allerstorfer: „Aktuell ist für viele kleine Landwirte eine nachhaltige und ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung ihrer Felder leider nicht mehr möglich. Es ist ertragreicher, die Felder an die Agrarindustrie zu verpachten und das „Bauernsterben“ geht weiter. Darüber will offenbar keiner reden. Genauso wenig über die sinnvolle und rasche Umsetzung eines effektiven Trinkwasserschutzes.“


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