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OBERNEUKIRCHEN. Die Pandemie beschäftigt auch Vizebügermeisterin Anneliese Bräuer und Bürgermeister Josef Rathgeb.

Bürgermeister Josef Rathgeb und Vizebürgermeisterin Anneliese Bräuer. (Foto: Ganglberger)
Bürgermeister Josef Rathgeb und Vizebürgermeisterin Anneliese Bräuer. (Foto: Ganglberger)

Tips: Corona ist nach wie vor in aller Munde, wie geht Oberneukirchen damit um?

Bräuer: Die bundesweiten Einschränkungen sind natürlich auch in unserer Gemeinde eine enorme Herausforderung. Sie betreffen ja all unsere unmittelbaren Lebensbereiche. Eigenverantwortung und solidarisch Abstand halten sind gerade jetzt dringend notwendig um unser Gesundheitssystem und insbesondere die Intensivstationen nicht zu überlasten. Dort geht es tagtäglich um Menschenleben. Ein herzliches Danke an alle, die hier seit Monaten Großartiges leisten, besonders allen Ehrenamtlichen und unserer Gemeindeärztin Nina Hintringer-Spindelbalker und ihrem Team. Das lässt uns alle auch in dieser ungewöhnlichen Zeit zuversichtlich und positiv nach vorne schauen.

Tips: Was bedeutet die derzeitige Situation für die laufenden Gemeindeprojekte?

Rathgeb: Die Gemeinde ist auch in schwierigen Zeiten erster Ansprechpartner für die Menschen und das Rückgrat eines funktionierenden Gemeinwohls. Gute Gemeindearbeit lebt von Bürgernähe und aktiver Mitbestimmung. Viele derzeit laufende Projekte sind das Ergebnis unseres breiten Bürgerbeteiligungsprozesses. Durch verantwortungsvolle und solide Budgetpolitik können wir unsere laufenden Gemeindeprojekte plangemäß fortführen. Die Fördermittel aus den kommunalen Hilfspaketen von Bund und Land werden wir auch dazu nützen, um mit zusätzlichen Investitionen in unsere Infrastruktur und Umwelt unsere heimische Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Die Gemeinden brauchen finanzielle Planungssicherheit. Oberstes Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt, um die Leistungen der Daseinsvorsorge und notwendige Zukunftsinvestitionen für die Menschen sicherstellen zu können.

Tips: Halten derzeit die Menschen mehr zusammen?

Bräuer: In unserer Gemeinde gibt es einen großen Zusammenhalt. Gegenseitige Hilfe und ein gelebtes Miteinander sind selbstverständlich und wird seit jeher großgeschrieben. Der Kitt des sozialen Zusammenlebens sind unsere vielen Vereine und Blaulichtorganisationen in der Gemeinde. Hier zeichnet uns ein Generationenzusammenhalt von Jung und Alt aus. Wir als Gemeinde sind immer bemüht alle Altersgruppen bestmöglich zu unterstützen. Für dieses Engagement durften wir kürzlich die Auszeichnung „Junge Gemeinde“ entgegennehmen.

Tips: Was sind Ihre Zukunftsperspektiven für 2021?

Rathgeb und Bräuer: Neben den aktuellen Herausforderungen, die nur gemeinsam zu lösen sind, bietet jede Krise auch neue Chancen wie z.B. im Bereich der Digitalisierung. Es gibt noch viele Ideen und Anregungen aus unserem gemeinsamen „Zukunftsprofils 2025“ die auf ihre Umsetzung warten. Wir wollen diese nützen und lassen uns unseren Mut, Zuversicht und Lebensfreude sicher nicht nehmen. Wir werden in vielen Bereichen wieder in gewohnte Abläufe zurückzufinden. Wir alle freuen uns darauf, wenn wieder persönliche Begegnungen und Leben in all seiner Vielfalt in unseren Vereinen und in unserer Gemeinde möglich wird.


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