Leserbrief zum Artikel „Firmen können Arbeitskräfte am Unternehmenserfolg beteiligen“
ZWETTL AN DER RODL. In seinem Leserbrief thematisiert Herbert Enzenhofer aus Zwettl an der Rodl die ökosoziale Steuerreform und im Zusammenhang damit von der ÖVP getätigte Aussagen.

Die ÖVP betont in ihren Aussendungen zur „ökosozialen Steuerreform“ immer die „große finanzielle Entlastung für alle, die jeden Tag in der Früh aufstehen, zur Arbeit fahren und einen Beitrag leisten.“ Entlastung findet allerdings hauptsächlich über Steuerbonus statt. Ich frag mich, welche Vorstellungen manche Parteien über die Einkommenshöhe der Menschen haben und wie viel Steuerbonus sich da noch ausgehen soll. Womit den Menschen wirklich geholfen wäre, ist eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, qualitative und ganztägige Bildung für die Kinder und Investitionen in gemeinschaftliche Infrastruktur, wie Pflege und öffentlichen Verkehr. Dafür zahle ich meine Steuern auch gerne. Aber für Kinderbildung und Sprachförderung wurde kein Cent mehr budgetiert und der Familienbonus hilft denen, die eh schon gut verdienen. Noch dazu verlieren aktuell durch Kurzarbeit viele Familien den Familienbonus, da sie weniger Einkommen haben und so den Steuerbonus nicht mehr bekommen!
Und zu guter Letzt, stellen sich die Bürgermeister der Gemeinden, die den vollen Klimabonus bekommen hin und freuen sich für ihre Bürgerinnen – nur zur Info, den bekommen sie, weil zu wenig in den Öffentlichen Verkehr investiert wurde!
Herbert Enzenhofer, Zwettl an der Rodl


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