SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Beverley Allen-Stingeder im Kampf gegen die „Kindergarten-Steuer“: „Kinderbetreuung ist nicht die Aufgabe von Müttern allein!“

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Mag. Jacky Stitz Tips Redaktion Mag. Jacky Stitz, 09.08.2022 14:45 Uhr

UU. Beverley Allen-Stingeder wird nicht müde, sich für bessere Öffnungszeiten von Kinderbetreuungs-Einrichtungen stark zu machen: „Wieso wird die Verantwortung der Aufsicht und Betreuung auf die Mütter bzw. Großeltern abgeschoben? Hier muss der Staat seiner Verantwortung nachkommen“, fordert sie realistischere Angebote, wo auch die Kosten übernommen werden. Warum? „Es ist auch Aufgabe des Landes dafür zu sorgen, dass unsere Kinder gut aufgehoben sind und sich Familien das Leben leisten können.“

„Es gibt zwar Angebote einer Kinderbetreuung in puncto Hort, Krabbelstube, Kindergarten, Nachmittagsbetreuung im Bezirk Urfahr-Umgebung, doch die Öffnungszeiten müssen jetzt endlich einmal der Realität angepasst werden“, bringt es die Puchenauerin auf den Punkt. Die 54-Jährige betont: „Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, dass unsere Kinder gut aufgehoben sind und soll Familien unterstützen, damit sie sich auch das Familienleben leisten können. Vor allem jetzt, wo alle Preise mehr denn je explodieren, muss die Kindergarten-Steuer (Anmerkung der Tips- Redaktion: damit sind die Kosten der Betreuung gemeint) endlich, welche die Familie selbst bezahlen muss) endlich abgeschafft werden“, fordert die SP-Politikerin, den Gebühren für die Betreuung endlich allemal den Garaus zu machen.

Finanzielle Mehrbelastung für Familien untragbar

Denn gerade in der jetzigen Zeit, wo alles immer teurer wird, müsse man den Familien besonders unter die Arme greifen: „Die aktuelle finanzielle Mehrbelastung für Familien ist ein Wahnsinn“, unterstreicht Allen-Stingeder, die selbst auch Mutter ist. Sie fügt an, dass besonders die „roten“ Bürgermeister darauf achten, dass ihre Kinderbetreuungs-Einrichtungen nach den Bedürfnissen der Familien und auch den Dienstzeiten der Eltern angepasst sind. „Es kann doch heute echt nicht sein, dass in bestimmten Gemeinden die Kinderbetreuung um 13 Uhr schließt bzw. überhaupt gleich gar keine angeboten wird. So kann doch eine Frau nicht selbstbestimmt heute leben oder Vollzeit arbeiten gehen. Teilzeit klingt super, ja, aber es heißt nicht, dass jede Frau dies auch will. Denn wer als Mutter heute Teilzeit arbeiten geht, bekommt weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld und hat später auch weniger Pensionsgeld“, weiß die Puchenauerin. Somit bleiben viele Frauen ihr Leben lang von Männern abhängig: „Wer bitte will denn das?“, fügt sie bei. Sie selbst kennt sie Mütter aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung, die ihren Joba - etwa als Krankenschwestern in Linzer Spitälern - nicht nachgehen, da in der Gemeinde am Land die Kinderbetreuung um 12 Uhr dicht macht: „Das trifft vor allem Alleinerzieher hart“, so die Politikerin, die im Brotberuf Berufsschullehrerin ist.

Auch Ausbau der Öffis gefordert

Doch allein längere Öffnungszeiten für die Kinderbetreuung reichen nicht aus, um das heutige Familienleben zu unterstützen: „Es braucht auch einen dringenden Ausbau an Öffis im ländlichen Raum. Nicht jede Familie kann sich ein oder gar zwei Autos leisten. Womit in erster Linie wieder die Frauen betroffen sind, nur Teilzeit arbeiten gehen können, weil zu wenige Öffi-Angebote zur Verfügung stehen, um rechtzeitig zur Schließung der Kinderbetreuungs-Einrichtung vom Job zurück zu sein. Auch der mehrfach geforderte Ausbau von Park&Ride-Anlagen im Mühlviertel würde hier den Familien Unterstützung bieten. Kostengünstig und stressfrei in die Arbeit fahren zu können sollte doch heute realisierbar sein“, fasst Allen-Stinger zusammen. Fazit: Da pfeiffen dann viele Mütter auf einen Vollzeit-Job, den sie gerne machen würden, weil sie sich dem Stress und der Mehrfachbelastung nicht aussetzen wollen. „Ist doch schrecklich, oder? Und das muss sich rasch ändern“, meint Allen-Stingeder, die sich weiterhin aktiv für den Ausbau von Öffis und Öffnungszeiten stark macht.

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