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GALLNEUKIRCHEN. Umbenennungen von Straßen in der eigenen Stadtgemeinde brachten fünf Grüne Gemeinderäte in Gallneukirchen auf die Idee, auch optisch als Feminist aufzutreten.

Grüner Auftritt in Gallneukirchen als Feminist. (Foto: Grüne Gallneukirchen)
Grüner Auftritt in Gallneukirchen als Feminist. (Foto: Grüne Gallneukirchen)

Bei der Gemeinderatssitzung im November brachten die Grünen zwei Anträge betreffend künftiger Benennungen von Straßen im Ort ein. 

Fünf Gemeinderäte der grünen Fraktion traten dabei in T-shirts mit der Aufschrift „Ich bin Feminist“ auf.. Damit wollten die Männer auf einen Missstand hinweisen: in Gallneukirchen sind Frauennamen unterrepräsentiert: derzeit sind 42 Straßen nach Männern und lediglich zwei nach Frauen benannt. Sie finden, das müsse sich jetzt ändern.

Während die Josef-Reiter-Straße zum Kulturweg wurde, fordern die Grünen, hier auch in der Namensfindung mehr Gleichberechtigung und ein Sichtbarmachen von Frauen in der Öffentlichkeit. „Die Bezeichnung von Straßen bietet die Möglichkeit zur aktiven Gestaltung von Erinnerungskultur und Gleichberechtigung im öffentlichen Raum. Sie spiegelt die gelebte Geschichte und Kultur eines Ortes wider. Wie am Beispiel der aktuellen Umbenennung zu sehen war, braucht es im Vorhinein Kriterien, nach denen eine Namensgebung zukünftig erfolgen soll“, heißt es in der Pressemitteilung der örtlichen Grünen dazu.

Wenn es nach den Grünen geht, soll nun der Kulturausschuss – nach den Kriterien, die bis Mai nächsten Jahres erstellt werden – bei künftigen Um- oder Neubenennungen dem Gemeinderat die Vorschläge liefern. 

Grüne kritisieren fehlende weibliche Namen in Gallneukirchen

Vor mehr als zehn Jahren wurde die Kaplanstraße in Gallneukirchen nach dem Erfinder der nach ihm benannten Turbine benannt. Auch hier brachten die Grünen den Vorschlag ein,  die neu errichtete Straße nach einer Frau zu benennen, etwa nach Lise Meitner. Es blieb aber bei Kaplan. 

Ausblick

Bei der letzten Sitzung wurde von den Grünen im Gemeinderat der Stadtgemeinde Gallneukirchen der Antrag eingebracht, die nächsten drei Straßen, welche neu- oder umbenannt werden, nach Frauen zu benennen. Mit Hinweis auf den in Erarbeitung befindlichen Kriterienkatalog wurde dieser Antrag auf Mai vertagt. 

Roland Atzlesberger, Sprecher der Grünen Gallneukirchen, hält via Mail fest: „Mit mehr Feministen gäbe es wohl weniger Femizide.“


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