Kinderbetreuung in Urfahr-Umgebung: SPÖ fordert Abschaffung der Nachmittagsgebühren
BEZIRK. Vertreter der SPÖ Urfahr-Umgebung machten bei einer Kundgebung in Linz auf die angespannte Lage in der Kinderbetreuung aufmerksam.

Die SPÖ-Frauen Urfahr-Umgebung sowie Gemeindevertreter beteiligten sich an einer Kundgebung vor dem Linzer Landhaus. Sie forderten leistbare, flächendeckende und vollzeitkompatible Angebote.
Nach wie vor belasten Gebühren für die Nachmittagsbetreuung viele Familien. Hohe Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation. Kinder werden daher vom benötigten Nachmittagsbetrieb abgemeldet. Mancherorts wurden Öffnungszeiten verkürzt. Selbst zahlungsbereite Eltern finden teils keinen Platz mehr.
„Ich war bei der Kundgebung dabei, weil wir nicht länger hinnehmen dürfen, dass Familien und vor allem Frauen die Konsequenzen einer verfehlten Kinderbetreuungspolitik tragen“, sagt die SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Beverley Allen-Stingeder aus Puchenau. Nachmittagsgebühren und fehlende Plätze schränkten die Wahlfreiheit ein.
Darija Mayr-Stockinger, Vorsitzende der SPÖ Sonnberg, berichtete von abwertenden Zurufen am Rande der Kundgebung. Herbert Enzenhofer, Vorsitzender der SPÖ Zwettl/Rodl, fordert mehr Plätze, ein Mittagessen für alle Kinder und das Ende der Nachmittagsgebühren.
Forderungen
Die SPÖ verlangt die Abschaffung der Gebühren, mehr Plätze – vor allem für unter Dreijährige –, vollzeitkompatible Öffnungszeiten samt Ferienbetreuung sowie einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung.„Gute Kinderbetreuung entlastet Familien, stärkt Frauen und ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes“, sind sich die SPÖ-Gemeindepolitiker einig.


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