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HERZOGSDORF. Die Novus Energy GmbH (vormals Screenroof GmbH) aus Herzogsdorf hat beim Landesgericht Linz die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Form eines Konkursverfahrens beantragt. Wie der Alpenländische Kreditorenverband in einer Aussendung berichtet, belaufen sich die Passiva auf rund 1,8 Millionen Euro. 

Die Novus Energy GmbH aus Herzogsdorf hat ein Insolvenzverfahren beantragt. Passiva belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. (Foto: playstuff/stock.adobe.com)

Das Unternehmen  ist im Bereich der Elektrotechnik tätig, insbesondere in der Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen im B2B-Sektor.

Zuletzt waren sechs Dienstnehmer beschäftigt.

Insolvenzursachen

Als Insolvenzursachen werden mehreren Faktoren genannt. So seien zugesagte Auslastungen durch die Mehrheitsgesellschafterin GTS Works GmbH nicht erreicht worden. Statt der angekündigten monatlichen Vollauslastung von 800 Kilowatt Peak seien im zweiten Halbjahr 2025 nur etwa die Hälfte erzielt worden, was zu „erheblichen Verlusten“  geführt habe.

Zudem seien eine vertraglich zugesicherte Enthaftung der Altgesellschafter in Höhe von 357.000 Euro trotz Fristsetzung nicht erfüllt worden. Dies habe zu einem Vertrauensverlust bei der Hausbank und zur Sperre der Kontokorrentlinie geführt.

Auch fehlende Sicherheiten und Anzahlungszahlungen für neue Projekte im Umfang von rund 1,52 Millionen Euro hätten die Liquidität belastet. In der Folge habe die Bank sämtliche Kreditlinien eingefroren.

Ein beim Finanzamt eingebrachter Antrag auf Zahlungserleichterung sei abgewiesen worden und habe den finanziellen Druck zusätzlich erhöht.

Verbindlichkeiten von rund 1,72 Millionen Euro

Laut Angaben im Eröffnungsantrag belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 1,72 Millionen Euro bei 39 Gläubigern.

Die vorhandenen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung, den Lagerbeständen sowie Schadenersatzforderungen. Die verwertbaren Aktiva ohne Schadenersatzforderungen werden mit rund 400.000 Euro beziffert.

Fortführung des Unternehmens nicht geplant

Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht geplant. Aufgrund fehlender Projektzuweisungen und des entzogenen Systemzugangs besteht keine positive Fortführungsprognose. Zudem haben die Gesellschafter jede weitere Liquiditätszufuhr eingestellt, wie es in der Aussendung des Alpenländischen Kreditorenverbandes heißt.

Eine Zustimmung zur sofortigen Schließung gemäß Insolvenzordnung liege bereits vor. Es sei daher davon auszugehen, dass im Verfahren eine Verwertung der vorhandenen Vermögenswerte erfolge. Eine teilweise Befriedigung der Gläubiger erscheine möglich, hänge jedoch wesentlich von der Werthaltigkeit der Schadenersatzforderungen ab.


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