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ATTERSEE/A. Seit jeher zieht es reiche Städter in den Sommermonaten an den Attersee. „Heimatleuchten“ besucht die beiden „Hausmeister de luxe“ Anita Kalteis und Helmut Wilhelmstötter in einem der prachtvollen Anwesen, begleitet Andreas Männer beim Reparieren der Bootshäuser und zwei Rauchfangkehrerinnen auf die Dächer der Villen. „Ein Sommer am Attersee“ wird am Freitag, 19. Juli, um 20.15 Uhr auf Servus TV gesendet.

Der Union Yachtclub Attersee ist der älteste Yachtclub Österreichs. (Foto: Servus TV)
  1 / 3   Der Union Yachtclub Attersee ist der älteste Yachtclub Österreichs. (Foto: Servus TV)

Damit der Sommer so angenehm wie möglich verläuft, braucht es allerdings zahlreiche dienstbare Geister. Wie etwa Helmut Wilhelmstötter und Anita Kalteis – das Ehepaar ist eine Art „Hausmeister de luxe“ und kümmert sich liebevoll um den Lindenhof, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und in den Servus TV exklusive Einblicke werfen durfte. Die prachtvolle Villa ist im Arts-and-Crafts-Stil des 19. Jahrhunderts erbaut und in Österreich einzigartig. Sowohl die Besitzer als auch das Hausmeister-Ehepaar legen großen Wert darauf, alles so original wie möglich zu erhalten. Dafür werden beispielsweise Rosensorten, die der Gartenarchitekt einst angepflanzt hat, extra importiert.

Arbeiten am See und auf den Villendächern, Wasserretter, die Villa Paulick und ein altehrwürdiger Yachtclub

Andreas Männer kümmert sich mit seiner Firma „Männer unter Wasser“, die er gemeinsam mit seinem Bruder führt, um die Stege, Bootshäuser und Bojen der Reichen. Sie sind Handwerker, die nicht nur am und im, sondern oft auch unter Wasser arbeiten. Eines ihrer wichtigsten Arbeitsgeräte ist eine selbstgebaute, schwimmende Arbeitsplattform, die beladen bis zu 25 Tonnen wiegt. Wenn etwas passiert, ist die Wasserrettung Unterach, eine der ältesten Wasserrettungen am See, zur Stelle – Hans Gebetsroither ist seit über 50 Jahren Mitglied und hat nicht nur unzählige gekenterte Boote und erschöpfte Schwimmer gerettet, sondern auch miterlebt, wenn jede Rettung zu spät kommt. Am nördlichen Ufer des Sees steht die größte und stattlichste Villa, die Villa Paulick. In der kalten Jahreszeit hält das historische Haus, in dem schon Gustav Klimt regelmäßiger Gast war, Winterschlaf. Im Frühling wird es dank vieler helfender Hände aus seiner mächtigen Holzverschalung befreit, um wieder in sommerlichem Glanz zu erstrahlen. Für die Besitzerfamilie Messner, die das Anwesen geerbt hat, ist die Villa Lust und Last zugleich. Die 450 m² reine Wohnfläche seien schließlich für Stubenmädchen, Köche, Butler und Gärtner ausgelegt gewesen „und jetzt ist unsere Familie hier…, alleine.“, erzählt Markus Messner schmunzelnd. Selbst Hand angelegt wird in der Villa Polese in Unterach. Die Besitzerin Sonja Polese lässt es sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters nicht nehmen, die über 130 Jahre alten Fenster ihrer Villa selbst zu putzen. Hoch hinaus geht es mit Verena Schranzinger und Eva Pabinger, die als Rauchfangkehrerinnen die Dächer der Villen rund um den See besteigen.

Zudem taucht „Heimatleuchten“ ins Treiben des ältesten Yachtclubs Österreichs (Union Yacht Club Attersee) ein, wo so manche Familie bereits in vierter Generation Mitglied ist; drehen mit einem kleinen, privaten Dampfschiff, das unter kaiserlicher Flagge fährt, eine Runde und lauschen den Blasmusik-Klängen der D´Schobastoana, die bei Sonnenuntergang musizierend mit ihrer Zille auf den See hinaus fahren.


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