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STEINBACH. Ein Felssturz hat die Landesstraße B152 stark in Mitleidenschaft gezogen. Rund 400 Meter oberhalb des Straßenverlaufs hatte sich ein Teil der Felswand gelöst, was zu größeren und kleineren Steinschlägen führte.

Aufwendige Sanierungsarbeiten in Steinbach am Attersee Foto: Land OÖ
  1 / 3   Aufwendige Sanierungsarbeiten in Steinbach am Attersee Foto: Land OÖ

Die Sicherung der abgebrochenen Felsformation ist komplex. Über das Wochenende waren Fachexperten der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Geologie mit der Erkundung des Fallraums beschäftigt. Per Hubschrauber wurden Besichtigungen an der befindlichen Abbruchstelle ermöglicht.

Block droht abzubrechen

„Direkt an der Abbruchstelle befindet sich noch ein Block mit etwa 2.500 Kubikmeter, welcher bereits Risse aufweist und abzubrechen droht. Dieser Block muss in kleineren Happen abgesprengt werden“, fasst Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger zusammen. Die beschädigten Felssicherungsbauwerke müssen provisorisch instand gesetzt werden, damit bei der Sprengung herabstürzende Steine und Felsblöcke nicht in ein Wohnhaus einschlagen, welches leicht abseits der Abgangsrinne liegt. Weiteres muss nach den Sprengungen der gesamte Hang von lockerem Gestein befreit werden. Nach dem Räumungsarbeiten und der Sicherung des gesamten Hanges kann dann über eine Öffnung der Straße nachgedacht werden.

Anlieferung per Helikopter

Mit heutigem Montag wird eine Fachfirma bereits vor Ort aktiv sein. Zu Beginn müssen auf dem extrem steilen Gelände Steige mit Seilsicherung für das handwerkliche Fachpersonal geschaffen werden und Plätze für die Lagerung von Baumaterialen im Nahbereich der Abbruchstelle hergestellt werden. Eine wesentliche Rolle wird ein Helikopter spielen, der die gesamten Sicherungsarbeiten sowie Anlieferungsprozesse von Gerätschaften übernimmt. Seile, Schläuche, Kompressoren, Bohrhämmer und vieles mehr werden per Hubschrauber zur Abbruchstelle gebracht. Mit einer ersten Sprengung an der Ausbruchsstelle ist in rund drei Wochen zu rechnen.

Umfangreiche Maßnahmen - wochenlange Sperre

„Aus heutiger Sicht wird die Sperre der B152 sicherlich noch sechs Wochen bis zwei Monate andauern, denn die erforderlichen Sofortmaßnahmen sind im ausgesetzten Gelände sehr umfangreich und aufwändig. Die Finanzierung dringlicher Sofortmaßnahmen in Höhe von rund 400.000 Euro soll von der Landesstraßenverwaltung übernommen werden“, zieht Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner eine erste Leistungsbilanz.

Nachhaltige Sicherung

Parallel dazu hat die Wildbach- und Lawinenverbauung zwischenzeitlich ein flächenwirtschaftliches Projekt gestartet, an welchem mit Hochdruck gearbeitet wird. Dieses Projekt sieht eine nachhaltige Sicherung der Objekte im Ortsteil von Weißenbach und auch der Straße vor. Besonders der Schutzwald, der beim aktuellen Ereignis viele mittelgroße Steine abgefangen hat, soll durch dieses wiederhergestellt und verjüngt werden. Es ist auch geplant, dass unter anderem zusätzliche Steinschlagschutzbauwerken und Seilsperren errichtet werden. „Derzeit ist von einem Investitionsvolumen von 1,5 bis 2 Millionen Euro auszugehen. Das zeitlich sehr ambitionierte Großprojekt wird im Idealfall noch im heurigen Sommer in Angriff genommen“, unterstreicht Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger.

„Die Mobilität ist aufgrund des Felssturzes stark in Mitleidenschaft geraten. Aus diesem Grund prüfen wir aktuell verschiedenste Möglichkeiten, wie ein mobiles Leistungsangebot für die Region bereitgestellt werden kann“, so Steinkellner.


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