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SCHWANENSTADT. Am vergangenen Samstag wurde Ernst Kronlachner (68) unter großer Anteilnahme der Bevölkerung begraben. Musik war sein Beruf, sein Hobby und seine Berufung.

 (Foto: Kirchenchor Schwanenstadt)
(Foto: Kirchenchor Schwanenstadt)

Der gebürtige Meggenhofener kam nach seiner musikalischen Ausbildung am Mozarteum Salzburg als 26-Jähriger nach Schwanenstadt und übernahm die Stadtmusikkapelle. Kurz danach wurde er auch Leiter des Kirchenchores. Im Brotberuf war er Musikschullehrer und von 1992 bis 2015 Direktor der Landesmusikschule Attnang-Puchheim. Er unterrichtete dort Horn, Tenorhorn und Zither. Er war Hornist und Kapellmeister und leitete neben der Schwanenstädter auch die Atzbacher und Auracher Blasmusikkapelle.

Kirchenmusik

Als Volksmusiker und Mundartsprecher initiierte er den Schwanenstädter Advent sowie unzählige Hoangoatn und wurde immer wieder auch mit verschiedenen Ensembles zu Brauchtumsveranstaltungen in der Region eingeladen. Seine große Liebe gehörte aber der Kirchenmusik. 41 Jahre lang führte er den Schwanenstädter Kirchenchor zu Höchstleistungen, über 40 Messen erarbeitete er mit dem Klangkörper, gründete ein eigenes Kirchenorchester und leitete neben über 20 großen Kirchenkonzerten und Großprojekten auch etliche Passionssingen und pro Jahr um die zehn Orchestermessen im Rahmen der Liturgie in der Schwanenstädter Stadtpfarrkirche.

Gelassenheit und Ruhe

Kronlachner war ein Musiker mit großem Können und besonderer Leidenschaft, aber auch mit einer gottvertrauenden Gelassenheit und Ruhe. Er prägte mit seiner Umtriebigkeit über Jahrzehnte das musikalische Leben in der Region. Im Umgang mit seinen Schülern und Musikern war er immer wertschätzend und fördernd. Persönlich war er nie laut, aber stets humorvoll und gesellig.

Nach seiner schweren Blut-Erkrankung war es ihm ein besonderes Anliegen, dass er die Leitung seines Kirchenchores übergeben konnte. In den Geschwistern Katharina Weninger für den Chor und Alex Starl für das Orchester fand er dann die ideale Besetzung. Die beiden Musiklehrer waren bereits jahrelang als Geigerin und Hornist Mitglieder im Kirchenorchester und ihre musikalische Sozialisation ist untrennbar mit Ernst Kronlachner verbunden.

Am 13. März 2022 verstarb Ernst Kronlachner. Er war verheiratet, Vater von vier erwachsenen Kindern und Großvater von zehn Enkelkindern.


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